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Basf stärkt Position in Asien - Interesse an Zukäufen in Japan

Der weltgrößte Chemiekonzern Basf steht einem Pressebericht zufolge in Asien vor einem Expansionsschub. Den entscheidenden Beitrag dazu werde zunächst der neue Chemiekomplex im chinesischen Nanjing liefern.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der weltgrößte Chemiekonzern Basf steht einem Pressebericht zufolge in Asien vor einem Expansionsschub. Den entscheidenden Beitrag dazu werde zunächst der neue Chemiekomplex im chinesischen Nanjing liefern. Darüber hinaus befasse sich der Chemieriese aber auch mit ersten Überlegungen für weitere Projekte. "Natürlich denken wir auch über einen weiteren Ausbau unserer Position in China und Asien nach", sagte Vorstandsmitglied Andreas Kreimeyer im Gespräch mit dem "Handelsblatt" (Donnerstagausgabe). "Konkrete Entscheidungen werden aber erst im Laufe der nächsten Jahre getroffen. Im Vordergrund steht zunächst das Ziel, die neuen Anlagen in Nanjing erfolgreich fertig zu stellen und profitabel zu betreiben."

Das integrierte Chemiewerk in Nanjing umfasst zehn Einzelanlagen und ist damit laut "Handelsblatt" eines der größten Projekte in der Basf-Geschichte. Analysten rechneten mit Anlaufkosten in dreistelliger Millionenhöhe. Ab 2006 könne das Werk substanziell zum Gewinn von Basf beitragen, zitierte die Zeitung eine Analyse von Goldman Sachs. Grundlage für solche Prognosen sei das anhaltend starke Wachstum des chinesischen Chemiemarktes.

20 BIS 25 Prozent Aller Investitionen Künftig IN Asien

Kreimeyer bekräftigte zudem die Absicht, künftig 20 bis 25 Prozent aller Investitionen in Asien zu tätigen. Gemessen an den derzeitigen Budgets dürfte das laut "Handelsblatt" auf jährliche Ausgaben von 400 Mill. bis 600 Mill. Euro hinauslaufen. Der Konzern bleibe dabei auch an Zukäufen interessiert. Das gelte insbesondere für den nur noch langsam wachsenden japanischen Chemiemarkt, wie Kreimeyer betonte. "Die Konsolidierung der japanischen Chemieindustrie könnte dazu interessante Möglichkeiten bieten."

Auch für China schließt der Basf-Manager Zukäufe nicht aus. Allerdings liege der Schwerpunkt dort klar auf organischem Wachstum. Im vergangenen Jahr erzielte Basf in China rund 1,6 Mrd. Euro Umsatz. Die Umsätze im Raum Asien/Pazifik/Afrika seien in den ersten neun Monaten um knapp ein Fünftel auf 4,6 Mrd. Euro gestiegen, womit die Region 17 Prozent zum Gesamtumsatz des Konzerns beigetragen habe. Der Gewinn in der Region konnte auf 278 Mill. Euro zwar nahezu verdoppelt werden. Doch bleibe die Kapitalrendite noch deutlich hinter dem internen Ziel von mindestens zehn Prozent zurück. "Wir sind noch nicht da, wo wir hinwollen, aber wir bewegen uns klar in die richtige Richtung", sagte Kreimeyer.

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