Archiv
Basf übertrifft bei Umsatz und Ertrag deutlich die Analystenprognosen

Der weltgrößte Chemiekonzern Basf hat im dritten Quartal von der Belebung der Weltwirtschaft und dem weiter hohen Ölpreis profitiert und sowohl Ergebnis als auch Umsatz überraschend deutlich gesteigert.

dpa-afx LUDWIGSHAFEN. Der weltgrößte Chemiekonzern Basf hat im dritten Quartal von der Belebung der Weltwirtschaft und dem weiter hohen Ölpreis profitiert und sowohl Ergebnis als auch Umsatz überraschend deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen sei um 160 Prozent auf über eine Milliarde Euro gestiegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Ludwigshafen mit.

Die von dpa-AFX befragten elf Experten erwarteten ein operatives Ergebnis vor Sondereinflüssen von durchschnittlich 778 Mill. Euro. Im vergangenen Jahr hatten die Ludwigshafener im gleichen Zeitraum 403 Mill. Euro erwirtschaftet.

Beim Umsatz waren die Experten im dritten Quartal von durchschnittlich 8,674 Mrd. Euro nach 7,740 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum ausgegangen. Das Ergebnis nach Steuern wuchs um 217 Mill. auf 337 Mill. Euro. Damit lag der Überschuss jedoch unter den Erwartungen. Die Analysten hatten im Schnitt 350 Mill. Euro nach 120 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum geschätzt.

Hohe Auslastung DER Anlagen

Den Zuwachs begründete die Basf mit einer hohen Nachfrage und einer besseren Auslastung der Anlagen. Zudem konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben den hohen und weiter gestiegenen Ölpreis durch Preiserhöhungen zum Teil an den Markt weitergeben. In allen Regionen seien sowohl Umsatz als Ergebnis gestiegen, hieß es weiter.

Von Januar bis September kletterte der Umsatz um 11,5 Prozent auf 27,7 Mrd. Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern vor Sondereinflüssen nahm im gleichen Zeitraum um 55 Prozent auf 3,4 Mrd. Euro zu. Das Ergebnis nach Steuern verdoppelte sich knapp auf 1,486 Mrd. Euro.

Sparten

Der Umsatz und das Ebit vor Sondereinflüssen sind im dritten Quartal in fast allen Sparten deutlich gestiegen. So legte der Umsatz bei den Chemikalien in der Berichtsperiode um ein Drittel auf 1,811 Mrd. Euro zu. Das Ebit vor Sondereinflüssen stieg auf 331 Mill. Euro und hat sich damit mehr als verdreifacht zum Vorjahresquartal. Beigetragen haben dazu höhere Absatzmengen und Preise. Ebenfalls um gut 30 Prozent nahm der Umsatz bei den Kunststoffen auf 2,827 Mrd. Euro zu. Das Ebit vor Sondereinflüssen wuchs um 135,8 Prozent auf 158 Mill. Euro. Auch in der Sparte Öl und Gas stieg der Umsatz um gut ein Viertel auf 1,163 Mrd. Euro und das Ebit vor Sonderposten um knapp 70 Prozent auf 458 Mill. Euro. Um 7,2 Prozent kletterte der Umsatz bei den Veredelungsprodukten auf 2,068 Mrd. Euro und das Ebit vor Sonderposten um ein Drittel auf 192 Mill. Euro.

Einen leicht rückläufigen Umsatz verzeichnete die Basf im dritten Quartal hingegen in der Pflanzenschutz- und Ernährungs-Sparte. Der Umsatz betrug 1,035 Mrd. Euro. Der Verlust bei Ebit vor Sonderposten reduzierte sich auf 37 Mill. Euro (Vorjahr: minus 97 Mill. Euro).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%