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Basf übertrifft Prognosen für Umsatz und Gewinn - Ausblick bestätigt

Der weltgrößte Chemiekonzern Basf hat im dritten Quartal erneut von der Belebung der Weltwirtschaft und dem weiter hohen Ölpreis profitiert. Sowohl Ergebnis als auch Umsatz stiegen in der Berichtsperiode überraschend kräftig und übertrafen deutlich die Analystenschätzungen.

dpa-afx LUDWIGSHAFEN. Der weltgrößte Chemiekonzern Basf hat im dritten Quartal erneut von der Belebung der Weltwirtschaft und dem weiter hohen Ölpreis profitiert. Sowohl Ergebnis als auch Umsatz stiegen in der Berichtsperiode überraschend kräftig und übertrafen deutlich die Analystenschätzungen. "Das übliche Sommerloch ist ausgeblieben. Bei hoher Nachfrage waren die Anlagen der Basf besser ausgelastet", sagte der Vorstandsvorsitzende Jürgen Hambrecht am Donnerstag in Ludwigshafen. Für das Gesamtjahr bekräftigte er noch einmal den Ausblick.

"Auch wenn 2004 für die Basf ein sehr gutes Jahr werden könnte, müssen wir die Warnsignale für die künftige Entwicklung im Auge behalten", sagte Hambrecht. Belastende Faktoren seien, ein schwacher Dollar, gedämpfter Konsum, ein schwaches Wachstum vor allem in Deutschland und kaum Entspannung in den regionalen Krisenherden.

Die Basf-Aktie gab im Nachmittagshandel um 1,64 Prozent auf 50,32 Euro nach. Das Börsenbarometer Dax stieg gleichzeitig um 0,76 Prozent auf 4 120,26 Punkte. Händler und Analysten führten die Verluste überwiegend auf Gewinnmitnahmen zurück.

Hohe Auslastung DER Anlagen

Von Juli bis September stieg das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen um 160 Prozent auf über eine Milliarde Euro. Der Umsatz kletterte um 20 Prozent auf 9,3 Mrd. Euro. Das Ergebnis nach Steuern wuchs um 217 Mill. auf 337 Mill. Euro. Die Zuwächse begründete die Basf mit einer hohen Nachfrage und einer besseren Auslastung der Anlagen. Zudem konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben den hohen und weiter gestiegenen Ölpreis durch Preiserhöhungen zum Teil an den Markt weitergeben. In allen Regionen seien sowohl Umsatz als Ergebnis gestiegen.

Mehr als verdoppeln konnte die Basf ihre Ergebnisse bei den Chemikalien und Kunststoffen. Bei den Veredlungsprodukten erhöhte sich das Ebit vor Sondereinflüssen um ein Drittel. Weiterhin von den hohen Ölpreisen profitierte die Öl- und Gassparte. Das Ebit vor Sonderposten erhöhte sich um 69 Prozent. In der Sparte Pflanzenschutz und Ernährung konnte das Unternehmen den saisonalbedingten Verlust um mehr als die Hälfte reduzieren.

Wachstumsimpulse VOR Allem AUS Asien und Nordamerika

Die Basf steigerte im dritten Quartal Umsatz und Ergebnis in allen Regionen. Wachstumsimpulse kamen dem Unternehmen zufolge vor allem aus Asien und Nordamerika, aber auch Europa habe sich deutlich verbessert, hieß es. In Europa erwirtschaftete der Chemiekonzern einen Gesamtumsatz von 5,357 Mrd. Euro, ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Davon machte Deutschland einen Umsatz von 3,61 Mrd. Euro aus. Der Zuwachs betrug 15 Prozent. Das Ebit vor Sondereinflüssen stieg in Europa von 288 Mill. Euro im Vorjahr auf 776 Mill. Euro.

In der Nafta-Region legte der Umsatz um knapp als Viertel auf 2,042 Mrd. Euro zu. Das Ebit vor Sondereinflüssen betrug 78 Mill. Euro nach einem Verlust von 22 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Am stärksten hätte der Unternehmensbereich Petrochemikalien durch die hohe Cracker-Auslastung sowie das übernommene Weichmachergeschäft zugelegt. Der Umsatz in der Region Asien, Pazifischer Raum, Afrika wuchs um mehr als ein Viertel. Das Ebit vor Sondereinflüssen stieg dort um fast 90 Prozent.

Ausblick

Für das Gesamtjahr bekräftigte das Unternehmen seine Prognosen. Danach sollen der Umsatz und das Ebit vor Sondereinflüssen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigen und damit eine Prämie auf die Kapitalkosten verdient werden. Der Ölpreis könnte im Schnitt für das Gesamtjahr pro Barrel Brent bei 40 Dollar oder etwas darüber liegen, sagte der Finanzvorstand Kurt Bock am Rande der Pressekonferenz. Bereits im August hatte die Basf ihre Erwartung für den durchschnittlichen Ölpreis je Barrel (159 Liter) von 28 Dollar auf 32 bis 35 Dollar je Barrel Brent erhöht.

Die Basf wollte für 2005 noch keine Prognose abgeben. Der Unternehmenschef geht auch im kommenden Jahr von einem konjunkturellen Rückenwind aus. Allerdings werde sich das Wachstum im Vergleich zum laufenden Jahr etwas abschwächen, sagte Hambrecht. Einen deutlichen Zuwachs erwartet er weiterhin in Asien. Für die Zukunft plant die Basf weitere Zukäufe vor allem in der Sparte Öl und Gas. Zurzeit sei aber noch nichts spruchreif, sagte Hambrecht.

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