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Basf und Gazprom wollen Zusammenarbeit ausbauen

Der Chemiekonzern Basf und der russische Gaskonzern OAO Gazprom wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen.

dpa-afx LUDWIGSHAFEN. Der Chemiekonzern Basf und der russische Gaskonzern OAO Gazprom wollen ihre Zusammenarbeit weiter ausbauen. An diesem Mittwoch seien die Vorstandsvorsitzenden der Gazprom und der Basf, Alexej Miller und Jürgen Hambrecht, sowie der für das Öl- und Gasgeschäft zuständige Basf-Vorstand John Feldmann, zu einem Spitzengespräch in Ludwigshafen zusammengetroffen, teilte die Basf mit. Dabei sei über eine mögliche Gemeinschaftsbeteiligung an der Nordeuropäischen Gaspipeline (Ngep) sowie die Fortschritte des russisch-deutschen Gemeinschaftsunternehmens OOO Achimgaz geredet worden.

Den Angaben zufolge soll OOO Achimgaz einen Teil der Lagerstätte Achimov in Sibirien mit Investitionen von insgesamt 700 Mill. Dollar erschließen. In den kommenden 40 Jahren sollen rund 200 Mrd. Kubikmeter Erdgas und 40 Mill. Tonnen Kondensat gefördert werden. OOO Achimgaz ist ein Gemeinschaftsunternehmen der Basf-Tochter Wintershall und der Gazprom-Tochter Urengoigazprom.

Beteiligung AN Nordeuropäischer Gaspipeline

Gleichzeitig prüfen Basf und Gazprom den Angaben zufolge für ihre gemeinsame Tochter Wingas eine Beteiligung an der Nordeuropäischen Gaspipeline (Negp). Russisches Erdgas werde aufgrund der rückläufigen Produktionsmengen aus der Nordsee bei gleichzeitig steigendem Bedarf immer wichtiger für Mittel- und Westeuropa, hieß es zur Begründung. Die Nordeuropäische Gaspipeline, ein von von Gazprom und der Eon AG geplantes Gemeinschaftsprojekt, soll durch die Ostsee über Deutschland nach Großbritannien und Frankreich führen. Ihre Realisierung dürfte laut Eon um das Jahr 2010 zu erwarten sein.

"Die beiden erfolgreichen Geschäftsbereiche Exploration und Produktion sowie Erdgashandel ergänzen sich ideal in unserem Gas-für-Europa-Konzept", sagte Hambrecht. Die in den 90er Jahren gegründete Wingas verfügt in Deutschland über ein Pipelinenetz von über 2000 Kilometern, das die großen Gasreserven Sibiriens mit den Absatzmärkten Westeuropas verbindet. Das deutsch-russische Unternehmen beliefert regionale Ferngasgesellschaften, Stadtwerke sowie Kraftwerke und größere Industrieunternehmen.

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