BASF weiter auf der Verliererseite
Dax weiterhin nahezu unverändert

Marktteilnehmer äußern Bedenken zur freundlichen Tendenz.

vwd/dpa FRANKFURT. Nahezu unverändert nach einem freundlichen Start notieren die deutschen Aktienkurse im frühen Geschäft am Dienstag. Bis gegen 9.15 Uhr gibt der Dax 2,4 Punkte auf 7 111 Zähler ab und schwankt damit um seinen Schlussstand vom Vortag. Einige Marktteilnehmer hatten bereits vorbörslich Bedenken geäußert, die freundliche Tendenz der Kurse könne nicht nachhaltig sein, da die Umsätze am Vortag zu wünschen übrig gelassen hätten. Auf der Verliererseite stehen wie erwartet BASF, die 1,9 % auf 44,34 Euro abgeben.

Die vorbörslich veröffentlichten Unternehmensergebnisse hätten am unteren Ende der Erwartungen gelegen, nun würden viele Anleger Gewinne mitnehmen. Zudem kursierten im Markt Gerüchte über mögliche Herabstufungen sowohl der Gewinnerwartungen als auch der Voten für die BASF-Aktie, heißt es. Die ersten Kommentare der Analysten seien sehr verhalten, da die Margen in allen Bereichen stark unter Druck geraten waren. Zu den Kursgewinnern gehören dagegen Siemens, die 1,1 % auf 164,30 Euro vorrücken. Händler verweisen zur Erklärung auf einen positiven Artikel in der "FAZ", der die Gewinner und Verlierer einer eventuellen Dax-Neugewichtung beschreibt.

Demzufolge seien Siemens der größte Gewinner und Infineon neben Münchener Rück der größte Verlierer im Falle einer Free-Float-Berechnung. Infineon geben 0,5 % auf 66 Euro ab, Münchener Rück notieren aktuell unverändert bei 326 Euro. In der zweiten Reihe steigen SKW-Trostberg nach Unternehmenszahlen um 0,2 % auf 6,75 Euro. Händlerangaben zufolge sind die Prognosen übertroffen worden.

"Der Dax kann die guten Vorgaben aus Amerika nicht umsetzen", erklärte ein Händler der Hessischen Landesbank am Morgen. Zwar sei eine freundliche Eröffnung erwartet worden - aber die Zahlen aus Ludwigshafen aus dem Chemiekonzern BASF seien enttäuscht aufgenommen worden, was den Dax ins Minus hat rutschen lassen. "Und daher kommen heute auch keine Volumina zu Stande", ergänzte der Händler aus Frankfurt.

Zudem laste eine anhaltende Unsicherheit vor der Umstrukturierung des Dax auf dem Markt, berichtete der Händler. Ein Aufrücken des M-Dax-Schwergewichtes MLP sei zu begrüßen: "Lieber ein finanzlastiger Dax als ein konsumlastiger", sagte der Händler.

Die Schwäche der Lufthansa-Aktie sei auf erwartet schlechte Zahlen der Konkurrenz von Air France zurückzuführen. "Aber eigentlich macht es keinen Sinn, das Lufthansa-Papier auf diesem Niveau abzugeben", sagte der Händler. Der Titel der "gelben Kranichlinie" gab um 3,11 Prozent auf 26,45 Euro nach.

Fusionsgerüchte verhalfen den Bankentiteln zu Kursaufschlägen. An der Spitze legte die Aktie der Dresdner Bank um 2,37 % auf 54,60 Euro zu. Commerzbank zogen um 1,30 % auf 39,19 Euro und Deutsche Bank um 1,18 % auf 98,70 Euro.

Technologiewerte gehörten ebenfalls wie in den USA am Vortag zu den Gewinnern. Siemens kletterten um 1,42 % auf 164,81 Euro. Epcos stiegen um 0,97 % auf 93,90 Euro und SAP um 0,21 % auf 243,01 Euro.

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