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Basf will bis 2009 sechs Milliarden Euro in Ludwigshafen investieren

Der weltgrößte Chemiekonzern Basf will bis zum Jahr 2009 in Ludwigshafen insgesamt sechs Mrd. Euro für Investitionen, Modernisierung und Wartung seiner Anlagen aufwenden.

dpa-afx LUDWIGSHAFEN. Der weltgrößte Chemiekonzern Basf will bis zum Jahr 2009 in Ludwigshafen insgesamt sechs Mrd. Euro für Investitionen, Modernisierung und Wartung seiner Anlagen aufwenden. Das entspreche einem jährlichen Durchschnitt von 1,2 Mrd. Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag in Ludwigshafen mit. "Dazu kommen pro Jahr rund 700 Mill. Euro für Forschung und Entwicklung moderner Verfahren und innovativer Produkte.

Zudem teilte die Basf mit, dass das Unternehmen am Standort Ludwigshafen mit seinen Einsparungen weit vorangekommen sei. Mit dem im Jahr 2002 begonnenen Standortprojekt soll das Kostenniveau bis Mitte 2005 um 450 Mill. Euro gesenkt werden - heute seien davon bereits 350 Mill. Euro erreicht. Der Standort werde daher auch nach Abschluss des Standortprojekts 2005 wie bisher weiter entwickelt. Die Aktie verlor bis 15.15 Uhr um 0,04 Prozent auf 50,69 Euro. Das Börsenbarometer Dax verbesserte sich gleichzeitig um 0,53 Prozent auf 4 145,38 Punkte.

BIS Ende 2007 Rund 3 600 Weniger Mitarbeiter

Die Basf will in den kommenden drei Jahren die Mitarbeiterzahl in seinem Ludwigshafener Stammwerk um 3 600 auf etwa 32 000 verringern. Der Arbeitsplatzabbau bis Ende 2007 beinhalte die Streichung von 1 200 bis 1 300 Arbeitsstellen, die ohne betriebsbedingten Kündigungen auf freiwilliger Basis abgebaut werden würden. Desweiteren fielen 700 bis 800 Stellen durch die Umverteilung im Beschäftigungsverbund auf die Basf Jobmarkt Gmbh weg, sagte der Leiter Human Resources, Hans-Carsten Hansen. Der restliche Abbau sei bereits vereinbart. Danach soll es dann bis Ende 2010 keine weiteren Personalabbauprogramme geben.

"Das setzt allerdings voraus, dass für den Standort keine wirtschaftlichen Verwerfungen und keine negativen Rahmenbedingungen eintreten, die die Wettbewerbsfähigkeit der Basf AG derart gefährden, dass wir mit gezielten Strukturmaßnahmen reagieren müssen," sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Eggert Voscherau. Das mache es notwendig, dass die Vereinbarung jährlich mit den Arbeitnehmervertretern auf ihre Tragfähigkeit hin überprüfen und beraten, was auch für die Auswirkungen der natürlichen Fluktuation gelte. 1990 zählte der Standort Ludwigshafen noch 58 000 Mitarbeiter.

Dass es bei Basf noch einmal zu einem Arbeitsplatzaufbau am Standort Ludwigshafen kommen wird, glaubt Voscherau nicht. ""Wir werden nie wieder eine Arbeitsplatzmaschine in Richtung Aufbau in Europa sein können.

'Europa Bleibt Wichtigster Markt'

Europa sei und bleibe der wichtigste Markt für die Basf, sagte Voscherau. Dort würden durchschnittlich im Jahr vom Umsatz rund 20 Mrd. Euro erwirtschaftet, wovon etwa fünf Mrd. auf Öl und Gas entfielen. "Ludwigshafen ist einer der wichtigsten Standorte für das Unternehmen", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende. Der Umsatz aus Eigenprodukten betrage etwa neun Mrd. Euro, wovon Waren im Wert in Höhe von zirka 7,5 Mrd. in Euro blieben, 800 Mill. Euro nach Asien gingen und Produkte im Gegenwert von rund 300 Mill. Euro in die Nafta-Region exportiert würden.

Allerdings würde die Produktion von Industriegütern in Europa langfristig durch eine Reihe von Faktoren wie etwa die demographische Entwicklung begrenzt. "Wir werden nie wieder eine Arbeitsmaschine in Richtung Arbeitsplatzaufbau in Europa werden können", sagte Voscherau. Das wirtschaftliche Wachstum in Europa reiche dazu einfach nicht aus.

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