Basketball-Finale
ALBA hofft auf Super-Kulisse

Mit einem Auswärtssieg und einer Super-Kulisse im Rücken will sich ALBA Berlin der sechsten deutschen Basketball- Meisterschaft in Folge bis auf einen Schritt nähern.

dpa BERLIN. Tritt der Champion am Mittwoch gegen Herausforderer RheinEnergy Cologne ebenso souverän wie zuletzt auf, könnte der Meistersekt bereits nach dem dritten Vergleich am kommenden Samstag in Köln fließen. Dort hatte der Pokalsieger zum Auftakt 82:68 gewonnen. Um für eine größtmögliche Unterstützung zu sorgen, wurde in der Max- Schmeling-Halle eine Zusatztribüne errichtet und das Fassungsvermögen für das möglicherweise letzte Saison-Heimspiel auf 10 000 Zuschauer erweitert.

Den vorentscheidenden Charakter der Mittwoch-Partie wollen beide Trainer für ihr Team nutzen. "Wir wissen, was wir im ersten Spiel falsch gemacht haben. Nämlich fast alles", sagt Kölns Trainer Svetislav Pesic, der als ehemaliger ALBA-Coach die ersten vier von fünf Meistertiteln nach Berlin geholt hatte. "Aber ich habe die Aufregung in der Mannschaft gespürt, das Feuer in den Augen der Spieler gesehen. Das ist ein gutes Zeichen. Wir werden am Mittwoch versuchen, das Blatt noch einmal zu wenden", verspricht Pesic. Das will neben seinem Nachfolger Emir Mutapcic auch Sohn Marko verhindern, der im ersten Spiel einer der auffälligsten Berliner war. "Wir denken in der Mannschaft zwar nicht, dass es wieder ein glattes 3:0 für uns wird wie in den bisherigen Playoff-Spielen gegen Leverkusen und Frankfurt. Aber wir hoffen es natürlich ein bisschen", sagt der 25-jährige Nationalspieler. Derzeit falle ihm die Konzentration auf das Spiel manchmal etwas schwer, "weil alle möglichen Leute alles Mögliche über mein Verhältnis zu meinem Vater wissen wollen. Aber das kommt immer nur vor den Spielen gegen Köln".

Dabei hatte der Sohn den Vater in einer strittigen Szene der Start-Partie sogar beruhigen müssen. Pesic senior will von einem möglichen technischen Foul jedoch nichts wissen: "Ich habe keinen Schiedsrichter angesprochen, nur zu ALBA-Manager Carsten Kerner gesagt, er soll auf der Bank bleiben und die anderen Sachen uns Trainern überlassen." So blieb die für beide Seiten wichtige Partie verschont von versteckten oder offenen Fouls, wie sie in den Halbfinal-Spielen an der Tagesordnung waren. Zu groß war die Überlegenheit der Berliner, die in der Mannschaft überhaupt keine Schwachstelle offenbarten. Dagegen konnte Köln das Fehlen des an der Hand operierten Spielmachers Sasa Obradovic nie kompensieren. "Das ist das Plus der Berliner: Da merkt man überhaupt nicht, wenn ein Spieler eingewechselt wird. Da muss ich meine Leute von der Bank stärker fordern, um Berlin den Heimvorteil noch einmal entreißen zu können", sagt Svetislav Pesic und glaubt noch an einen Erfolg gegen seine ehemalige Mannschaft.

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