Basketball
Lockerer Sieg bei Kamans Premiere

Mit einem Pfichtsieg und einer überzeugenden Länderspiel-Premiere von NBA-Profi Chris Kaman haben sich Deutschlands Basketballer bei der Olympia-Qualifikation vorzeitig den Einzug ins Viertefinale gesichert. Kaman kam auf je zehn Punkte und Rebounds.

Nach dem 104:68 (59:24) in Athen gegen die Kapverden, die nach ihrer zweiten Niederlage bereits ausgeschieden sind, geht es für das Team um Dirk Nowitzki am Mittwoch (18.30 Uhr/live im DSF) gegen Neuseeland um Platz eins in der Vorrunden-Gruppe B als gute Ausgangsposition im Kampf um eines der drei Tickets nach Peking.

Bauermann war zufrieden

"Es war wichtig, dass wir einen guten Start hatten. Und gut zu sehen, dass wir mit unserer ersten Fünf um Chris und Dirk wieder ins Spiel gehen können", sagte Bundestrainer Dirk Bauermann und warnte vor dem nächsten Gegner: "Neuseeland ist sicher eine viel stärkere Mannschaft. Das wird alles andere als leicht. Aber wir müssen auf uns schauen."

Die einseitige Partie in der Olympiahalle gegen die Nobodies aus dem westafrikanischen Inselstaat stand primär im Zeichen des mit Spannung erwarteten Debüts des erst eine Woche zuvor eingebürgerten NBA-Centers Kaman von den Los Angeles Clippers. zehn Punkte und zehn Rebounds standen am Ende seines 20-minütigen ersten Auftritts in der Statistik. Auch wenn die Kapverden nicht als Maßstab gelten können: Kaman ist eine große Verstärkung und rechtfertigte den Aufwand des Deutschen Basketball Bundes (DBB) und des Innenministeriums in den vergangenen Monaten für seine Spielberechtigung.

"Ich war noch nicht ganz drin und musste mich erst auf die andere Spielweise hier einstellen, aber Basketball ist Basketball. Im Viertelfinale kommt es nun darauf an, auf die Minute topfit zu sein', sagte Kaman. Der 26-Jährige stand in der Startformation und überzeugte auf Anhieb als starker Rebounder mit seinem Durchsetzungsvermögen unter dem Korb, aber auch mit Ideen und Übersicht in der Offensive.

Der 26-Jährige stand in der Startformation und überzeugte auf Anhieb als starker Rebounder mit seinem Durchsetzungsvermögen unter dem Korb, aber auch mit Ideen und Übersicht in der Offensive. Kaman leistete einen wesentlichen Beitrag zum Blitzstart der DBB-Auswahl gegen den Dritten der Afrikameisterschaft, der am Vortag mit 50:77 gegen Neuseeland verloren hatte. 17:5 lautete die Führung nach fünf Minuten, 34:11 nach dem ersten Viertel, in dem Bundestrainer Dirk Bauermann bereits zehn von zwölf Spielern des Kaders zum Einsatz brachte.

Ein Extra-Lob gab es auch vom NBA-Kollegen Nowitzki. "Er hat unheimlich agressiv gespielt und gute Rebounds gemacht. Es ist gut, einen zu haben, der hinten aufräumt. Das war ein gutes Debüt von ihm. Er hat sich gut eingefügt. Manchmal hat er noch Probleme mit dem System, aber ich denke gegen Neuseeland wird es noch besser", sagte der Superstar aus Dallas.

Nowitzki bester Werfer

Besonders gut harmonierte Kaman mit seinem NBA-Kollegen Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks, der am Ende mit 16 Punkten bester Werfer war. Gegen den "MVP" der Saison 2006/07 fanden die physisch und spielerisch unterlegenen Korbjäger von den Kapverden kein Mittel. Folglich nutzte DBB-Coach Bauermann die Chancen, sein Team unter Wettbewerbsbedingungen für die bevorstehenden schwereren Aufgaben gegen Neuseeland und im Viertelfinale - voraussichtlich gegen Brasilien - einzustimmen.

Doch neben Kaman und Nowitzki vermochten besonders die jüngeren Akteure zu überzeugen. Eine Bestnote verdiente sich der 22 Jahre alte Philip Zwiener (11 Punkte) vom deutschen Meister Alba Berlin.

© SID

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