Basketball Olympia
Nowitzki lässt die Herzen höher schlagen

Kreischende Handballerinnen, verzückte Teamkollegen, und ein Foto nach dem anderem: Dirk Nowitzki erlebt bei den Sommerspielen den ganz normalen Olympia-Wahnsinn. Vier Tage vor der Eröffnungsfeier von Peking geriet das Training am Montag fast zur Nebensache, auch wenn das Kribbeln bei dem NBA-Profi zunimmt.

"Die Woche nach dem Qualifikationsturnier war hart. Aber jetzt, da wir hier und im Olympischen Dorf sind, läuft man langsam wieder heiß", sagte Nowitzki nach der zweiten Einheit der Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) im Olympic Basketball Gymnasium.

Dabei hat der Würzburger eigentlich kaum Zeit, sich bei seinen ersten Sommerspielen auf den Sport zu konzentrieren: Kaum ist er im Dorf zu sehen, wollen die anderen Sportler auch schon ein gemeinsames Foto und Autogramme. "Das hätte ich nicht gedacht", sagt DBB-Vizepräsident und Delegationsleiter Wolfgang Hilgert.

Doch Nowitzki nimmt den Rummel einfach locker und gelassen. "Dirk findet das super hier. Das ist doch der Grund, warum er hier sein will", sagt Hilgert. Selbst in Angola hat der blonde Riese seine Fans: Die Handballerinnen von Afrikameister Angola hatten die riesige Mensa im Olympischen Dorf eigentlich schon so gut wie verlassen - als Nowitzki kam. "Auf einmal schrie eine 'Da ist Nowitzki' und dann drehten alle wieder um. Und Dirk musste mit jeweils zwei von den Spielerinnen für Fotos posieren", beschreibt Hilgert die Szenerie. Auch in der deutschen Mannschaft ist Nowitzki beliebter Fotopartner.

Bauermann warnt vor schwieriger Gruppe

Natürlich stehen auch die Chinesen auf den Deutschen und seinen Sport und so stellt sich der Forward auf heiße Spiele ein. "China ist ein absolut Basketball-verrücktes Land. Ich habe gehört, dass alle Spiele ausverkauft sind. Und es macht natürlich mehr Spaß, vor vollem Haus zu spielen."

Zumindest in der Partie gegen den Gastgeber am 16. August dürften die meisten der Zuschauer dann aber mal nicht nur Nowitzki-Fans sein. Und so macht sich Bundestrainer Dirk Bauermann die meisten Gedanken über die schwere Vorrundengruppe B, in der neben China auch noch zum Auftakt am 10. August Angola sowie die USA, Weltmeister Spanien und Griechenland die Gegner sind.

"Wir sind mit drei der fünf besten Teams der Welt in einer Gruppe. Und dann noch der Gastgeber. Aber wir können es nicht ändern", sagte Bauermann nach dem harten zweiten Training am Montag, "und wir müssen nur zwei Spiele gewinnen, um ins Viertelfinale zu kommen."

© SID

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