Basketball Olympia
Spanien und USA bleiben im Gold-Rennen

Weltmeister Spanien hat das Finale des Basketball-Turniers erreicht. Die Iberer setzten sich 91:86 gegen Litauen durch und treffen auf die USA, die Argentinien 101:81 schlug.

Top-Favorit gegen Weltmeister, Kampf der Basketball-Großmächte, Amerika gegen Europa: Das Traumfinale des olympischen Turniers ist perfekt. Im Duell zwischen den NBA-Stars aus den USA und Spanien am Sonntag (14.30 Uhr Ortszeit/8.30 Uhr Mesz) kommt es zur Neuauflage des Endspiels von 1984 in Los Angeles, das die damaligen Olympia-Gastgeber für sich entschieden. Und auch in Peking scheint Gold für die übermächtigen US-Boys reserviert.

40 Minuten trennen die Profis aus dem Mutterland des Basketballs, die seit den Sommerspielen 2000 in Sydney auf einen Sieg bei einem großen Turnier warten, nach dem souveränen 101:81 (49:40) im Halbfinale gegen Argentinien von der Rückkehr auf den Olymp. Sieben Spiele, sieben Siege lautet die eindrucksvolle Bilanz des Ensembles um Superstar Kobe Byrant, das den Finalgegner schon in der Vorrunde mit 119:82 besiegt hatte.

Gasol überragt im spanischen Team

Spanien mit dem herausragenden Pau Gasol, Teamkollege von Bryant bei den Los Angeles Lakers, setzte sich im ersten Halbfinale erst in der Schlussphase einer hart umkämpften Partie gegen Litauen durch und siegte 91:86 (40:42). Der EM-Dritte Litauen scheiterte damit bereits zum fünften Mal in Folge in einem olympischen Halbfinale und trifft am Sonntag (12.00 Uhr Ortszeit/6.00 Uhr Mesz) im Spiel um Bronze auf Argentinien, den Olympia-Sieger von Athen.

Die USA nutzten das Duell mit den "Gauchos" zur Revanche für die peinliche Niederlage im Halbfinale vor vier Jahren und zur Demonstration ihrer neuen Stärke. Nach dem ersten Viertel führten die Amerikaner mit ihrer qualitativ besten Mannschaft seit jenem "Dream Team" mit Michael Jordan 1992 deutlich mit 30:11.

Individuelle Klasse gibt Ausschlag für die USA

Vor 18 000 Zuschauern in der abermals ausverkauften Olympia-Arena wehrten sich jedoch die Argentinier mit einer aggressiven Defensive und guten Trefferquote gegen die drohende Demontage und konnten bis auf sechs Punkte (40:46) verkürzen. Neben Wurfsicherheit ließen die US-Profis aus der nordamerikanischen Profiliga bis zur Halbzeit auch ihre gewohnte Rebound-Dominanz vermissen.

Erstmals in diesem Turnier mussten sich Lebron James, Jason Kidd oder Dwyane Wade gute Wurfpositionen auch nach dem Wechsel phasenweise hart erarbeiten. Doch am Ende setzte sich der Favorit dank seiner Athletik, individuellen Klasse sowie 21 Punkten von Carmelo Anthony (Denver Nuggets) durch. Bester Werfer des Spiels war der Argentinier Luis Alberto Scola (Houston Rockets) mit 28 Zählern.

© SID

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