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Baubranche rutscht immer tiefer in die Krise

Die Auftragseingänge gehen deutlich zurück, die Zahl der Beschäftigten nimmt rapide ab, teilte das Statistische Bundesamt mit.

dpa WIESBADEN. Die Talfahrt der Baubranche in Deutschland geht weiter. Im Oktober lagen die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe preisbereinigt 3,4 % unter dem Volumen des Vorjahres. Die Zahl der Beschäftigten sank um 9 % auf rund 960 000, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Mit einem Umsatz von 17,4 Mrd. DM (rund 8,9 Mrd Euro) erwirtschafteten die Bauunternehmen 2,5 % weniger als im Oktober 2000. Der Umsatz der ersten zehn Monate dieses Jahres lag mit 145,4 Mrd. DM sogar um 7,6 % unter dem des Vorjahreszeitraum.

Der Geschäftsführer des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie, Michael Knipper, bezeichnete das Jahr 2001 in einem Interview mit dem Radiosender hr-skyline in Frankfurt als "schlechtestes Jahr der Nachkriegsgeschichte". Die Umsätze der Baufirmen seien in diesem Jahr um durchschnittlich zehn Prozent zurückgegangen, sagte Knipper.

Positive Indikatoren gebe es aber bei Büroimmobilien und anderen Bauten für die Wirtschaft. In diesem Geschäftsfeld, das rund 30 % des Umsatzes der Baubranche ausmacht, steige die Zahl der Baugenehmigungen und auch der Auftragseingänge. Allerdings hielten sich die Investoren nach den Ereignissen des 11. September mit Aufträgen zurück.

Die große Investitionszurückhaltung von Bund, Ländern und Gemeinden sei neben der Konjunkturflaute ein weiterer Grund für die schlechte Lage der Bauwirtschaft. "Die tun geradezu nichts mehr für die Bauwirtschaft", sagte Knipper in dem Radio-Interview.

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