Bauern-Präsident fordert generelles Verbot von Tiertransporten
Künast lehnt Impfungen gegen MKS ab

Verbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) lehnt Schutzimpfungen gegen die Maul- und Klauenseuche (MKS) weiterhin ab. Durch den Ausbruch der Seuche in den Niederlanden ist ihrer Ansicht nach keine völlig neue Lage entstanden.

ddp COTTBUS. Impfungen könnten die aktuellen Probleme nicht lösen, sagte Künast am Donnerstag auf der Konferenz der Agrarminister der Länder in Cottbus. Sie böten erst nach einiger Zeit einen Schutz. Zudem gebe es dafür in der EU keine Zustimmung. Einen nationalen Alleingang lehnte die Ministerin ab.

Deutschland werde längere Zeit mit der MKS-Gefahr leben müssen, betonte die Ministerin. Ein Allheilmittel gegen die gefährliche Seuche gebe es nicht, helfen könne nur eine Strategie und die Umsetzung aller bereits beschlossenen Maßnahmen. Dabei dürfe es keine Ausnahmeregelungen geben.

Die Gefahr einer Einschleppung von MKS nach Deutschland bestehe bereits seit dem Ausbruch der Seuche in Großbritannien und Frankreich, mit den Fällen in den Niederlanden sei keine völlig neue Lage entstanden, betonte Künast. Gegenwärtig werde geprüft, wie viele Tiere in den vergangenen Wochen aus dem Nachbarland nach Deutschland kamen.

Künast lehnte die Forderung von Bauern-Präsident Gerd Sonnleitner nach einem generellen Verbot von Tiertransporten ab. Dieses würde zu hygienischen Problemen in den Ställen führen. Die Ministerin plädierte dafür, Tiere direkt in die Schlachthöfe zu transportieren, ohne das sie unterwegs in Kontakt mit anderen Beständen kommen. Auf diese Weise werde die Ansteckungsgefahr verringert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%