Bauflaute und Aktienschwäche drüchen Gewinn
BHW kann Vorjahres-Messlatte nicht halten

Der Hamelner Finanzdienstleister BHW hat wegen rückläufiger Provisionseinnahmen und einer gestiegenen Risikovorsorge nach neun Monaten operativ weniger verdient, legte im Neugeschäft aber zu.

Reuters FRANKFURT. Das Betriebsergebnis sei im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39,9 Prozent gesunken auf 131,4 (Vorjahr: 218,7) Millionen Euro, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Donnerstag mit. Zum Halbjahr hatte das Minus noch gut 44 Prozent betragen.

Die Risikovorsorge für Kreditengagements erhöhte sich den Angaben zufolge auf 129,5 (91,1) Millionen Euro, während wegen des schwachen Börsenkurses knapp 160 Millionen Euro - davon 87,7 Millionen allein im dritten Quartal - auf den Bestand eigener Aktien abgeschrieben wurden.

Das Neugeschäft habe sich nach neun Monaten im Konzern mit einem Plus von mehr als 16 Prozent auf gut 25 Milliarden Euro positiv entwickelt, wobei im Kerngeschäftsfeld "Private Baufinanzierung" vor allem die zwei Bausparkassen mit 10,1 Prozent auf rund 8,2 Milliarden Euro zulegten. Die Hypothekenbanktochter AHBR und die BHW Bank hätten im Neugeschäft mit 0,9 (1,5) Milliarden Euro allerdings unter dem Vorjahreswert gelegen.

Die BHW-Gruppe sieht bereits eine Trendwende auf der Ertragsseite. Angesichts der unsicheren konjunkturellen Entwicklung sowie der steuerpolitischen Diskussion sei eine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr derzeit aber schwierig, heißt es im Zwischenbericht. Der Konzernüberschuss nach Steuern betrug nach neun Monaten 100,8 (133,0) Millionen Euro. Im August hatte das Unternehmen mitgeteilt, der Jahresüberschuss werde 2002 deutlich unter den 183,6 Millionen Euro des Vorjahres liegen. Die BHW-Aktien notierten am Vormittag nahezu unverändert bei 8,95 Euro.

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