Bauindustrie erhebt massive Vorwürfe
Bahn soll bei Ausschreibungen "Scheinwettbewerb" praktizieren

Die Deutsche Bahn (DB) ist nach einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstagausgabe) erneut ins Visier des Bundeskartellamtes geraten. Vorwürfe der Bauindustrie, wonach die Bahn bei Ausschreibungen einen "Scheinwettbewerb" praktiziere und ihre eigenen Töchter bevorzuge, seien dem Kartellamt bekannt. Die Behörde könne aber nur konkreten Einzelfällen nachgehen.

adx MÜNCHEN. Die Zeitung bezieht sich auf ein internes Arbeitspapier des Bundesverbandes der Deutschen Bauindustrie, wonach die Bahn sich nicht an den vereinbarten Einkaufskodex halte. Dies gehe besonders zu Lasten kleiner und mittlerer Anbieter. Bei der Vergabe von Aufträgen bekämen Bahn-Töchter die Möglichkeit, in den Preis der mindestbietenden privaten Baufirma einzusteigen. Teilweise würden Aufträge auch ohne Wettbewerb an DB-Ableger vergeben. Wie das Blatt weiter berichtet, habe die Branche auf diese Praktiken mit einer Beschwerde beim Bundeskartellamt reagiert. Dieses würde die Vorwürfe unter dem Gesichtspunkt des Missbrauchs von Nachfragemacht prüfen. Wegen der "bekannten Ross- und Reiterproblematik" hätten Einzelverfahren aber bisher nicht durchgeführt werden können, zitiert die Zeitung aus einem Schreiben des Kartellamtes.

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