Bauinvestitionen rückläufig
Elektro-Handwerk droht düstere Zukunft

Das deutsche Elektro-Handwerk blickt in eine düstere Zukunft. Der Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) rechnet 2003 mit einem Umsatzrückgang von bis zu fünf Prozent und einem entsprechenden Stellenabbau.

HB FRANKFURT. Bereits im laufenden Jahr müssten die Betriebe mit einem Minus von 8,3 Prozent auf 32,7 Mrd. Euro den massivsten Erlöseinbruch seit über 30 Jahren verkraften, sagte ZVEH- Hauptgeschäftsführer, Heinz-Werner Schult, am Mittwoch in Frankfurt.

Ursachen für den Rückgang seien die stark geschrumpften Bauinvestitionen und der scharfe Wettbewerb, erläuterte Schult. Der Indikator der jährlichen ZVEH-Konjunkturerhebungen sei noch nie so niedrig wie in diesem Herbst gewesen. Demnach beurteilen 48 Prozent der befragten Unternehmer ihre Wirtschaftslage als schlecht und fast die Hälfte aller Betriebe glauben an eine weitere Verschlechterung. "In der Branche liegen die Nerven blank", so Schult.

In Ostdeutschland sei die Wirtschaftslage bereits im vergangenen Jahr katastrophal gewesen, nun sei auch in den alten Bundesländern eine deutliche negative Stimmung festzustellen. Die Zahl der Betriebe sei im Vergleich zum vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 77 892 gesunken. "Dabei wurden 18 400 Arbeitsplätze abgebaut", erklärte Schult. Die Zahl der Beschäftigten im elektro- und informationstechnischen Handwerk sei damit im Vergleich zu 2001 um 4,7 Prozent auf rund 371 000 zurückgegangen. "Und bereits in den kommenden Wintermonaten sind die Handwerksbetriebe gezwungen, weitere Mitarbeiter zu entlassen."

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