Baukonzern blickt vor allem auf US-Tochter Jones
Bilfinger Berger sondiert Holzmann-Engagement

Der Mannheimer Baukonzern Bilfinger Berger prüft angesichts der erneuten Schieflage der Philipp eine Übernahme von Konzernteilen. Ein Bilfinger-Sprecher bestätigte erste Sondierungsgespräche mit dem größten Anteilseigner von Holzmann, der Deutschen Bank. Dabei scheint sich die Bilfinger Berger AG vor allem für die US-Tochter von Holzmann, J.A. Jones, zu interessieren.

jkn FRANKFURT/M. Bereits seit längerem ist bekannt, dass das Bilfinger-Management ein Auge auf die Holzmann-Tochter Jones geworfen hat. Bislang war ein Einzelverkauf von Jones für Holzmann aber kein Thema. Beobachter schließen deshalb nicht aus, dass Bilfinger am Ende größere Teile des Frankfurter Konkurrenten übernehmen wird, um an Jones zu gelangen.

Ob es dazu kommen wird, ist zur Zeit noch nicht entschieden. So heißt es in Mannheim, es sei völlig offen, ob man eine intensive Überprüfung (Due Dilligence) des Holzmann-Konzerns vornehmen werde. Sie ist bei einer Übernahme eines Unternehmens üblich, sofern der Käufer reelle Chancen für einen Kauf sieht. Zudem würde Bilfinger "ein Engagement nur zu Konditionen eingehen, mit denen unter die finanziellen Lasten und Risiken aus früheren Geschäften von Holzmann ein Schlussstrich gezogen wird", erklärte der Sprecher weiter.

Jones wäre für Bilfinger ein gute Ergänzung im amerikanischen Markt. Die Mannheimer sind dort mit der Gesellschaft Fru Holding Corporation-Con vertreten, die im Jahr 2000 in Amerika und Mexiko eine Bauleistung von 580 Mill. Euro erzielt hatte. Analysten befürworten seit längerem einen Ausbau des US-Engagements. Die Übernahme von Jones wäre für Bilfinger hierzu ein großer Schritt. Jones erreichte im Geschäftsjahr 2000 eine Bauleistung von 2,9 Mrd. $.

Die Finanzierung einer Übernahme wäre für Bilfinger kein größeres Problem. Dem Konzern sind Anfang des Jahres durch den Verkauf einer Beteiligung an der Dresdner Bank 262 Mill. Euro zugeflossen. Außerdem besitzt Bilfinger ein 30-prozentiges Paket an dem Heizungshersteller Buderus, das rund 550 Mill. Euro wert ist.

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