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Baukrise laut Branche (HDB) nicht zu Ende: Auch 2005 weniger Stellen

Die Krise am deutschen Bau ist nach Einschätzung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) auch im kommenden Jahr noch nicht vorbei. Dann sei mit einem weiteren Rückgang der Umsätze zwischen 1 und drei Prozent zu rechnen, teilte der Verband am Mittwoch in Berlin mit.

dpa-afx BERLIN. Die Krise am deutschen Bau ist nach Einschätzung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB) auch im kommenden Jahr noch nicht vorbei. Dann sei mit einem weiteren Rückgang der Umsätze zwischen 1 und drei Prozent zu rechnen, teilte der Verband am Mittwoch in Berlin mit. Für 2004 wurde die Umsatzprognose sogar von minus zwei auf minus 4,5 Prozent zurückgenommen. Die Lage in den neuen Ländern sei zum Teil deutlich schlechter als in Westdeutschland.

Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe werde in diesem Jahr bundesweit um 50 000 und 2005 um weitere 25 000 auf 740 000 abgebaut. "Die deutsche Bauwirtschaft durchlebt zur Zeit das neunte Jahr der längsten Struktur- und Konjunkturkrise der Nachkriegsgeschichte", erklärte der Präsident des Verbandes, Ignaz Walter. So sind die Umsätze im Bauhauptgewerbe von 1995 bis 2004 um 32 Prozent zurückgegangen, die Zahl der Arbeitsplätze sogar um 660 000. Die Zahl der Betriebe habe dagegen zugenommen.

Walter führte die aktuelle Lage auf den zu schwachen Konjunkturaufschwung und das Abflauen der "Sonderkonjunktur Eigenheimbau" zurück. Nicht zu verkennen seien auch die Finanznöte der öffentlichen Haushalte und die Verlagerung der Produktion an Standorte mit niedrigen Lohnkosten und günstigeren Steuerbedingungen.

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