Baumaßnahmen in Kambodscha eingestellt
27 goldene Buddha-Statuen entdeckt

Während des Wiederaufbaus einer zerstörten Pagode im Dschungel Kambodschas haben Arbeiter Polizeiangaben zufolge unter den jahrhundertealten Fundamenten des Gebäudes 27 goldene Buddha-Statuen entdeckt.

Reuters PHNOM PENH. Nachdem die jeweils gut zehn Zentimeter großen und ein halbes Kilo schweren Statuen am Wochenende zum Vorschein gekommen seien, hätten die Baumaßnahmen an dem Tempel eingestellt und das Gelände zum Schutz vor Plünderern abgeriegelt werden müssen, sagte ein Polizist am Dienstag. Von der rund 120 Kilometer nördlich von Kambodschas Hauptstadt Phnom Penh gelegenen Pagode wird angenommen, dass sie mindestens 200 Jahre alt ist. Die unter dem Gotteshaus vergrabenen Statuen, die zusammen mit vier weiteren Statuen aus Bronze und Silber gefunden worden seien, müssten demnach noch älter sein.

Zerstört wurde die Pagode während des vierjährigen Gewalt-Regimes der Roten Khmer zwischen 1975 und 1979. Die kommunistischen Truppen um ihren Befehlshaber Pol Pot vernichteten damals zahlreiche Tempel, Universitäten und Unternehmen in Kambodscha, um ihre Utopie eines reinen Agrarstaats zu verwirklichen. Knapp zwei Millionen Menschen wurden damals getötet.

Mönche und Nonnen riefen anlässlich der Entdeckung der Statuen zu religiösen Feierlichkeiten auf, die drei Tage dauern sollten. Fest steht allerdings noch nicht, wo die Funde künftig besichtigt werden können. Bewohner des Baray-Distrikts, wo die Statuen entdeckt wurden, plädieren dafür, die Buddha-Abbilder in der wiedererrichteten Pagode auszustellen. Regierungsmitarbeiter wollen nach eigenen Angaben die Funde lieber in einem Museum präsentieren.

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