Bausparkassen von Allianz und Dresdner Bank vereint
Allianz Dresdner Bauspar will Konkurrenz Kunden abjagen

Ein Jahr nach dem Zusammenschluss der Allianz und der Dresdner Bank sind seit 1. Juli auch deren Bausparkassen-Töchter gemeinsam am Start. Rückwirkend zum ersten Januar 2002 übernahm die Dresdner Bausparkasse die Münchener Allianz-Tochter.

po FRANKFURT/M. Rüdiger Wiechers, Vorstand der Allianz Dresdner Bauspar, nennt im Gespräch mit dem Handelsblatt Integrationskosten von rund 13 Mill. Euro für das neue Institut. Als größte Herausforderung sieht Wiechers es an, Kunden fremder Bauparkassen zurück zu gewinnen. Da sowohl Allianz als auch Dresdner vergleichsweise spät mit eigenen Bausparkassen an den Markt gingen, ist ein Großteil der Versicherungs- und Bankkunden bei anderen Anbietern unter Vertrag. "In den letzten zwölf Jahren haben wir ein Drittel der bausparenden Dresdner-Kundschaft zurückgewinnen können. Bei der Allianz waren es in den letzten vier Jahren lediglich fünf Prozent", stellt Wiechers fest.

Das ist ihm zu wenig: Bis 2006 wolle die neue Bausparkasse weitere 500 000 Bank- und Versicherungskunden von ihren Vorzügen überzeugen, erklärt er. Gegenwärtig hat die Allianz Dresdner Bauspar etwa eine Million Kunden.

Ein Plus von 50 Prozent binnen vier Jahren ist ein ehrgeiziges Ziel, denn gerade im Bauspargeschäft neigen die Kunden zu langfristigen Beziehungen. Um es zu erreichen, will Wiechers das breitere Angebot in die Waagschale werfen. Neben Baufinanzierungen könne auch eine Feuerversicherung mit angeboten werden. Aber bislang wird läuft das eher schleppend: "Vor allem die Versicherungsvertreter müssen sich daran gewöhnen, dass sie neben den Versicherungsprodukten auch Bank- und vor allem Bauspardienstleistungen im Gepäck haben" sagt Wiechers. Ein Problem, denn Versicherungsvertreter scheuen sich in der Regel, Konkurrenzprodukte zu Lebensversicherungen zu verkaufen. Die vier bestehenden Vertriebswege - Allianz Generalvertreter, Geschäftsstellen der Dresdner Bank, eigener Bauspar-Außendienst und Internet-Verkauf - sollen die Kundenbindung deutlich erhöhen. "Ein Allianz - oder Dresdner-Kunde, der auch einen Bausparvertrag hat, besitzt dreimal mehr Produkte als ein Nichtbausparer", sagt Wiechers.

An den Sitz des neuen Instituts, Bad Vilbel bei Frankfurt, wollen nur die wenigsten Allianz-Bausparkasse-Mitarbeitern umziehen. Ein Teil werde in einem Telefon-Beratungscenter bleiben. Für die übrigen sollen Tätigkeiten im Allianz-Konzern gefunden werden, sagt Wiechers. In Frankfurt werden dagegen 150 neue Jobs geschaffen. Das gemeinsame Institut verfügt dann rund 350 Mitarbeiter.

Quelle: Handelsblatt

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