Bauteile-Herstellung wird zerlegt
Elektronikriese Philips baut den Konzern weiter um

Die verbleibenden Aktivitäten werden auf andere Sparten verteilt. Der Bereich Bauteile mit einem Umsatz von 2,8 Milliarden. Euro war im vergangenen Jahr mit 667 Millionen. Euro tief in die roten Zahlen gerutscht. Auch im ersten Halbjahr dieses Jahres verbuchte sie einen Verlust.

BRÜSSEL. Für die Umstrukturierung stellt der Konzern 175 Mill. Euro zu Lasten des Gewinns im vierten Quartal zurück. "Das Programm wird die Kosten substanziell senken", sagte Vorstandsmitglied Arthur van der Poel. Er machte aber weder konkrete Angaben dazu, noch eine zeitliche Vorgabe. Ebenfalls unbekannt ist, wo und wie viele Arbeitsplätze gestrichen werden. Der Bereich Bauteile beschäftigt derzeit noch 13 500 Mitarbeiter in 38 Ländern. In jedem Fall wird der Hauptsitz in Kalifornien geschlossen.

Bis zum Jahresende soll die neue vereinfachte Konzernstruktur stehen. der Konzernstruktur soll bereits bis Jahresende erreicht sein.Dann hat Philips nur noch fünf Bereiche: Licht, Verbraucherelektronik, Haushaltgeräte, Halbleiter und medizinische Systeme. "Angesichts der derzeitigen Marktumstände beschleunigen wir den Prozess, um die Kooperation zwischen den Geschäftsbereichen zu erhöhen und uns auf Bereiche mit hohem Wachstum zu konzentrieren", erläuterte van der Poel.

Nach der Neuordnung und dem Verkauf der Herstellung analoger Techniken will der Konzern vor allem mit digitalen Techniken wachsen. Analysten begrüßen die schrittweise Abkehr von analogen Lösungen. "Der Umbau ist ein guter Schritt in die richtige Richtung", glaubt Frits de Vries, Analyst bei Rabo Securities. Jedoch behalte Philips die stark verlustbringenden Teile, und es sei noch unklar, was damit geschehe. Das größte Sorgenkind, der Bereich "Optical storage", der Bauteile für DVD- und CD-Spieler herstellt, soll durch eine Schlankheitskur wieder in die Gewinnzone kommen. Wie, will Philips binnen acht Wochen sagen. Der Bereich wird künftig unter "Verschiedenes" geführt.

Auch für die Halbleiter hat Philips im September Einschnitte angekündigt. Die angepeilten Kapazitätssenkungen werden in den kommenden sechs Monaten bis zu 225 Mill. Euro kosten. Die Schließung eines oder mehrerer der 18 Werke gehört zu den Optionen. Noch im Oktober will Philips Details bekannt geben. Vorstandschef Gerard Kleisterlee will bis Mitte nächsten Jahres die Kosten im Gesamtkonzern um 1 Mrd. Euro verringern.

Quelle: Handelsblatt

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