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Bauwirtschaft sieht auch 2005 noch kein Ende der Dauerkrise

Die Dauerkrise am Bau wird nach Einschätzung der meisten Branchenverbände auch im kommenden Jahr kein Ende finden. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft sagte am Freitag in Berlin den Abbau von nochmals mehreren zehntausend Stellen sowie einen weiteren Umsatzrückgang voraus.

dpa-afx BERLIN. Die Dauerkrise am Bau wird nach Einschätzung der meisten Branchenverbände auch im kommenden Jahr kein Ende finden. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft sagte am Freitag in Berlin den Abbau von nochmals mehreren zehntausend Stellen sowie einen weiteren Umsatzrückgang voraus. Die wirtschaftliche Lage der meisten Betriebe werde "unverändert schwierig" bleiben, sagte der Vorsitzende des Dachverbands, Heinz-Werner Bonjean. Zugleich warnte die Vereinigung abermals vor einer Abschaffung der Eigenheimzulage.

Das laufende Jahr werde die Bauwirtschaft aller Voraussicht nach mit einem Umsatz-Minus von 1,9 Prozent abschließen, sagte Bonjean. Nach den den ersten drei Quartalen lag das Minus bei 1,6 Prozent. Die Beschäftigtenzahl im Bau- und Ausbauhandwerk Ende September bezifferte die Vereinigung auf 2,3 Millionen Menschen. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies den Verlust von 65 000 Arbeitsplätzen. Der Bau steckt nach einem Boom zu Beginn der 90er Jahre schon seit Jahren in der Krise.

Zugleich appellierte Bonjean mit Nachdruck an die Bundesländer sowie die CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die von der rot-grünen Bundesregierung geplante Abschaffung der Eigenheimzulage am kommenden Mittwoch im Vermittlungsausschuss zu verhindern. Ansonsten drohe ein erheblicher Rückgang des Wohnungsbaus sowie der Verlust von weiteren Stellen. Der Bundesvereinigung Bauwirtschaft gehören ein Dutzend Branchenverbände mit insgesamt 300 000 Betrieben an.

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