BAWe zieht ernüchternde Bilanz
In fünf Jahren gab es nur eine Verurteilung wegen Insiderhandels

Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) hat bei der Vorstellung seines Jahresberichts eine ernüchternde Bilanz gezogen: Lediglich in einem Fall sei es in den vergangenen fünf Jahren zu einer rechtskräftigen Verurteilung wegen Insiderhandels gekommen.

dpa-afx FRANKFURT. Das Bundesaufsichtsamt für den Wertpapierhandel (BAWe) hat bei der Vorstellung seines Jahresberichts eine ernüchternde Bilanz gezogen: Lediglich in einem Fall sei es in den vergangenen fünf Jahren zu einer rechtskräftigen Verurteilung wegen Insiderhandels gekommen. Von insgesamt 286 zwischen 1995 und 2000 neu aufgenommenen Insideruntersuchungen wurden 155 eingestellt, heißt es im am Mittwoch vorgestellten Jahresbericht 2000 des BAWe. 97 Fälle seien an Staatsanwaltschaften abgegeben worden.

Die Staatsanwaltschaften schlossen den Angaben zufolge in den vergangenen fünf Jahren 138 Insiderverfahren ab. Lediglich in einem Fall sei es zu einer rechtskräftigen Verurteilung gekommen. In 13 Fällen wurden rechtskräftige Strafbefehle versandt. 124 Verfahren wurden eingestellt, davon 34 gegen Geldzahlung. Rechtskräftige Freisprüche gab es keine.

Von den 271 im vergangenen Jahr rechtskräftig abgeschlossenen Bußgeldverfahren wurden 189 eingestellt. Ende 2000 waren noch 199 Verfahren anhängig.

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