Bayer AG
Kommentar: Stur mit Erfolg

agr DÜSSELDORF. Nach einer Serie von Pleiten, Pech und Pannen leuchtet bei der Bayer AG ein Lichtlein am Horizont. Mit dem nahenden Kauf des Pflanzenschutzgeschäfts von Aventis könnte sich der Konzern an den eigenen Haaren aus dem Sumpf ziehen, in den er mit der Rücknahme eines der umsatzstärksten Medikamente geraten ist. Viele feiern die Übernahme bereits als einen Erfolg der Strategie, die zu einem wichtigen Teil der Sturheit des Konzernlenkers Manfred Schneider zu verdanken ist. Der hat sich immer gegen eine Aufspaltung des Mischkonzerns ausgesprochen und will alle vier Sparten gleichermaßen entwickeln.

Der Fall des Medikaments Lipobay macht (schmerzlich) deutlich: Er scheint Recht damit zu haben. Als Pharma-Solist ohne die Sparten Chemie, Polymere und Landwirtschaft wäre Bayer heute mehr denn je in Gefahr, Opfer der Aasgeier zu werden. Im Mischkonzern lassen sich Risiken dagegen verteilen. Dennoch zeigt sich der Koloss auch in der Breite anfällig. Die Halbjahreszahlen belegen es. Nur die Chemie zeigt sich einigermaßen robust gegenüber dem konjunkturellen Schnupfen und legt beim Ergebnis weiter zu. Restrukturierung ist aber eine permanente Aufgabe. Und auch davor schreckt Bayer nicht zurück.

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