Bayer-Aktien fielen um mehr als 10 Prozent
Dax eröffnet wegen hohem Bayer-Abschlag leichter

Am Frankfurter Aktienmarkt sprechen Händler von einem enttäuschenden Auftakt, ausgelöst durch Bayer. Am Morgen verliert der Dax 0,6 % auf 5 718 Punkte.

Reuters FRANKFURT. Angeführt von den hohen Verlusten des Pharmakonzerns Bayer ist der Deutsche Aktienindex (Dax) am Mittwoch leichter den Handel gestartet. Händler sagten, die Gewinnwarnung von Bayer drücke deutlich auf die Stimmung am Markt. Dagegen hätten die am Vorabend vorgelegten Quartalszahlen des weltgrößten Chipherstellers Cisco Systems keinen Einfluss auf den Markt. Die vorgelegten Zahlen lägen genau im Rahmen der Erwartungen, sagte ein Börsianer. Es fehle allerdings ein positiver Ausblick. Insgesamt fielen in den ersten Handelsminuten 21 der 30 Dax-Werte.

Das deutsche Börsenbarometer verringerte sich im frühen Handel um 0,76 % auf 5 709 Punkte. Am Vortag hatte der Dax leicht auf 5 752 Punkte zulegen können. Die US-Börsen schlossen uneinheitlich. Während die Nasdaq leichter tendierte, hatte der Dow Jones den Handel wegen der unerwartet stark ausgefallenen US-Produktivität im zweiten Quartal um 0,55 % höher bei 10 458 Punkten beendet. Der Neue Markt tendierte am Mittwochmorgen zunächst kaum verändert.

Im Blickpunkt standen die Papiere der Bayer AG, die um mehr als 10 % auf 40,69 Euro abstürzten und zuvor bei 40,50 Euro ein neues Jahrestief markiert hatten. Der Pharma- und Chemiekonzern setzt nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung die Vermarktung sämtlicher Dosierungen des Cholesterinsenkers Baycol/Lipobay aus und erwartet für das Gesamtjahr, dass die bisherige Ergebniserwartung für den Konzern "ganz erheblich unterschritten" wird. Das für 2002 im Arbeitsgebiet Gesundheit angestrebte operative Margenziel von 20 % vor Sonderposten werde nicht weiter aufrechterhalten, hieß es.

Die Titel des Halbleiter-Herstellers Infineon verbilligten sich um 1,58 % auf 26,85 Euro. Händler sagten, der Abschlag stünde im Zusammenhang mit der Herunterstufung mehrerer Chip-Werte durch die Investmentbank Credit Suisse First Boston am Vortag.

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