Bayer-Aktien setzen Verluste vom Vortag fort
Dax geht fast unverändert ins Wochenende

Die Standardwerte an der Frankfurter Börse haben sich am Freitag wenig verändert. Der Leitindex Dax drehte kurz vor Handelsschluss ins Plus und notierte mit 5 941,77 Punkten, ein kleines Plus von 0,26 %. Die mittelgroßen Werte im MDax zogen um 1,09 % auf 4 825,19 Punkte an.

rtr/ddp-vwd/dpa FRANKFURT/M. Der Index folgte damit weitgehend den Vorgaben der Wall Street in New York. Dort gaben der Dow-Jones-Index bis gegen 20.10 Uhr 0,8 Prozent auf 10 626,86 Punkte und der technologielastige Nasdaq-Composite-Index 0,4 Prozent auf 2 051,05 Zähler ab. Von dieser Tendenz setzte sich der die Nebenwerte umfassende MDax mit einem Gewinn von 1,1 Prozent auf 4 824,54 Punkte deutlich ab.

Der Euro kostete zum deutschen Börsenschluss 0,8512 (0,8542) US-Dollar und notierte damit 0,0030 US-Dollar leichter als am Vorabend. Der Referenzkurs war am Mittag von der Europäischen Zentralbank (EZB) mit 0,8528 US-Dollar fest gestellt worden. Das waren 0,0024 US-Dollar weniger als am Vortag. Ein Dollar verteuerte sich damit im Vergleich zur D-Mark um 0,0064 auf 2,2934 Mark.



Händler begründeten die Abschläge bei den Aktienkursen mit dem am Morgen veröffentlichten ifo-Geschäftsklimaindex. Demnach hat sich die Stimmung in der gewerblichen Wirtschaft im Mai weitaus stärker eingetrübt als erwartet. Allerdings hätten dadurch aufkeimende Zinssenkungsfantasien den Markt vor größeren Kursverlusten bewahrt, hieß es auf dem Börsenparkett.



Unter den Standardwerten des Dax mussten auf Grund der Gewinnwarnungen von BASF und Merck vor allem die Pharma- und Chemietitel Federn lassen. Bayer büßten 1,2 Prozent auf 43,47 Euro und Degussa 1,1 Prozent auf 32,00 Euro ein. Noch schlechter waren lediglich Deutsche Post, die nachrichtenlos 1,5 Prozent auf 18,09 Euro verloren. An die Spitze des Indexes sprinteten Adidas-Salomon mit einem Plus von 4,0 Prozent auf 67,40 Euro. Händler vermuteten als Grund, dass eine US-Adresse in größerem Stil Aktien des Sportartikelherstellers gekauft hat.



Ebenfalls gut schlugen sich Daimler-Chrysler mit einer Zunahme um 2,9 Prozent auf 52,10 Euro. Marktteilnehmer verwiesen dabei auf Gerüchte, wonach der Vorstandsvorsitzende des Autoherstellers Jürgen Schrempp durch Chrysler-Chef Dieter Zetsche ersetzt werden solle.



Von der aufkeimenden Hoffnung auf eine neuerliche Zinssenkung profitierten Finanztitel, wodurch Commerzbank und Dresdner Bank die nächsten Plätze belegten.



Zu den Dax-Verlierern gehörten Schering. Die Papiere gaben um 0,61 Prozent auf 63,91 Euro nach. Damit reagierten die Aktien des Berliner Pharmakonzerns mit Kursverlusten auf die Ergebnisse einer Studie des Schweizer Pharmakonzerns Serono zu deren Multiple-Sklerose-Produkt Rebif. "Für Schering wird es in Zukunft weiter darum gehen, Biogen Marktanteile auf dem MS-Markt abzujagen", sagte Huwald. Eine mögliche Zulassung von Rebif auf dem USA-Markt könne, falls Biogen mit einer Preisanpassung reagiere, in Zukunft bei diesen Prokukten einen kleinen Preiskampf auslösen. Dies sei jedoch eher unwahrscheinlich, erklärte ein anderer Analyst.



Die Aktien von Infineon legten um 0,9 Prozent auf 29,95 Euro zu. Nach den massiven Kursabschlägen als Reaktion auf die am Mittwoch bekannt gegebene hohe Verlustprognose würden die Papiere sich nun technisch erholen, sagte Frank Albrecht, Aktienhändler bei M.M.Warburg. Zudem unterstütze das Kursziel von 45 Euro der US-Investmenthauses Goldman Sachs. Die Bank hatte zwar das Kursziel auf 45 von 75 Euro gesenkt, aber "selbst 45 Euro liegt noch moderate 50 Prozent über dem derzeitigen Preis", sagte ein Händler. Die Papiere von Siemens notierten hingegen schwächer.



Lufthansa

standen ebenfalls unter Druck, nachdem die Fluglinie am Vortag bekannt gegeben hatte, im vergangenen Monat deutlich weniger Passagiere und Fracht befördert zu haben als im Mai 2000. Die Aktien schlossen um 0,06 Prozent tiefer auf 18,13 Euro, nachdem sie im frühen Handelsverlauf um mehr als vier Prozent auf den tiefsten Stand seit 20 Monaten gefallen waren

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