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Bayer-Aktionäre stimmen Lanxess-Abspaltung zu

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat von seinen Aktionären grünes Licht für den größten Umbau in der gut 140-jährigen Firmengeschichte erhalten.

dpa-afx ESSEN. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat von seinen Aktionären grünes Licht für den größten Umbau in der gut 140-jährigen Firmengeschichte erhalten. Bei der außerordentlichen Hauptversammlung am Mittwoch in Essen stimmten die Bayer-Aktionäre mit 99,6 Prozent des stimmberechtigen Kapitals endgültig der Abspaltung der neuen Chemiegesellschaft Lanxess zu. Damit verliert Bayer rund sechs Mrd. Euro Jahresumsatz.

Der Bayer-Konzern sei in den vergangenen zwei Jahren "in einem großen Kraftakt" grundlegend neu ausgerichtet worden, warb Bayer-Chef Werner Wenning am Morgen vor den Aktionären für Zustimmung. Die Abspaltung sei ein "Meilenstein auf dem Weg zur strategischen Neuausrichtung". Bayer konzentriert sich künftig ganz auf die Bereiche Gesundheit, Pflanzenschutz und hochwertige Materialien.

Lanxess wird mit rund 20 000 Beschäftigten, davon die Hälfte an deutschen Standorten, sechs Mrd. Euro erwirtschaften und zu den führenden Chemieunternehmen Europas ausgebaut werden. Aufsichtsratschef soll der frühere BP-Manager Rolf Stomberg werden.

Insgesamt werden 73 Mill. Aktien zugeteilt. Dabei gibt es für zehn Bayer-Aktien einen Lanxess-Anteilsschein. Die Aktien sollen Anfang 2005 in Frankfurt an der Börse gehandelt werden. Wenning zeigte sich zuversichtlich, dass Lanxess die Kriterien für eine Aufnahme in den Nebenwerteindex MDax erfüllen wird. Er erwartet mittelfristig bei Lanxess eine Marge beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im niedrigen zweistelligen Bereich.

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