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Bayer bekräftigt Ergebnisziel für 2004 - Kostensenkung 'voll im Plan'

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat auf der außerordentlichen Hauptversammlung seine operative Ergebnisprognose für das laufende Jahr bekräftigt.

dpa-afx ESSEN. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat auf der außerordentlichen Hauptversammlung seine operative Ergebnisprognose für das laufende Jahr bekräftigt. Der bisherige Geschäftsverlauf zeige, dass die neue Strategie Früchte trage, sagte Bayer-Vorstandsvorsitzender Werner Wenning am Mittwoch in Essen. Die Aktie legte zuletzt um 0,17 Prozent auf 23,91 Euro zu.

"Die gesetzten Ertragsziele für 2004 können wir nochmals bestätigen", sagte Wenning. Bayer will in diesem Jahr beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um mehr als zehn Prozent zulegen. Den Bericht zum dritten Quartal wird der Konzern am 25. November vorlegen. In Essen entscheiden die Bayer-Aktionäre über die Abspaltung des neuen Chemiekonzerns Lanxess.

'Grosser Kraftakt'

Der Konzern sei in den vergangenen zwei Jahren "in einem großen Kraftakt" grundlegend neu ausgerichtet worden, sagte Wenning. Bayer wird sich künftig ganz auf die Bereiche Gesundheit, Pflanzenschutz und hochwertige Materialien konzentrieren. Bei den Kostensenkungsprogrammen liege Bayer "voll im Plan", sagte der Konzernchef. Für das laufende Jahr rechne der Konzern weiterhin mit Nettoeinsparungen von rund 900 Mill. Euro. Bis Ende 2005 wollen die Leverkusener 2,5 Mrd. Euro einsparen. Den größten Effekt entfalteten die Programme im laufenden Jahr, sagte Wenning. Dabei sei auch die Zahl der Mitarbeiter verringert worden. Bis Ende Juni seien 11 000 der angekündigten 14 000 Stellen abgebaut worden.

Beim Geschäft mit hochwertigen Materialien habe sich die Kostenstruktur signifikant verbessert. Die Kosteneinsparungen sollen gleichwohl konsequent fortgeführt werden, sagte Wenning. Die Wettbewerbsfähigkeit in Asien solle durch lokale Produktion gestärkt werden. Diese Region biete große Chancen. Insgesamt rechnet Wenning mit einem jährlichen Wachstum von fünf Prozent.

Startschuss FÜR Lanxess

Wenning zeigte sich auch für das Wachstum des Agro-Geschäfts zuversichtlich. Dies solle stärker als der Markt wachsen. Für den Bereich Pharma, der insbesondere unter dem Patentablauf des Breitbandantibiotikums Cipro leidet, zeigte sich Wenning dennoch optimistisch. Mittelfristig könne mit der Sparte ein Wachstum und eine Rendite erreicht werden, die mit Wettbewerbern ähnlicher Größe vergleichbar sei.

Die Bayer-Aktionäre entscheiden an diesem Mittwoch über die Abspaltung und den Börsengang der Chemietochter Lanxess. Die Gesellschaft soll mit rund 20 000 Beschäftigten, davon die Hälfte an deutschen Standorten, sechs Mrd. Euro erwirtschaften und zu den führenden Chemieunternehmen Europas ausgebaut werden.

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