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Bayer bekräftigt nach ermutigendem 1. Halbjahr Ergebnisprognose

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat nach einem kräftigen operativen Ergebnissprung im zweiten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. "Der Geschäftsverlauf in den ersten sechs Monaten war ermutigend", sagte Konzernchef Werner Wenning am Dienstag in Leverkusen. Im zweiten Halbjahr dürfte diese "erfreuliche Entwicklung" anhalten.

dpa-afx LEVERKUSEN. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat nach einem kräftigen operativen Ergebnissprung im zweiten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt. "Der Geschäftsverlauf in den ersten sechs Monaten war ermutigend", sagte Konzernchef Werner Wenning am Dienstag in Leverkusen. Im zweiten Halbjahr dürfte diese "erfreuliche Entwicklung" anhalten.

Trotz der erheblich gestiegenen Rohstoffkosten soll das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im zweiten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich verbessert werden. Die Entwicklung im Juli bestätige diese Annahme. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen soll im Gesamtjahr weiterhin um mehr als 10 % gesteigert werden. Die neue strategische Ausrichtung und die damit verbundenen Maßnahmen trügen Früchte, sagte Wenning.

Ergebnisstütze Pflanzenschutz

Gestützt auf ein kräftiges Wachstum seines Pflanzenschutzgeschäfts steigerten die Leverkusener das operative Ergebnis vor Sondereffekten im zweiten Quartal überraschend deutlich. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich das Ebit vor Sondereffekten um 44,1 % auf 660 Mill. ?. Die elf von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten hatten im Durchschnitt 567 Mill. ? erwartet.

Die Quartalszahlen sind bei Händlern in einer ersten Reaktion positiv aufgenommen worden. Vor allem der Umsatz und das operative Ergebnis sähen gut aus und lägen über den Erwartungen, sagte ein Aktienhändler. Auch der Ausblick sei vielversprechend. Helabatrust-Analyst Dennis Nacken zeigte sich hingegen insgesamt "leicht enttäuscht". Das Nettoergebnis sei wegen hoher Sonderebelastungen lediglich stabil geblieben und das Pharmageschäft bleibe "eine Dauerbaustelle". Die Aktie gab um 1,12 % auf 21,28 ? nach, während der DAX 0,49 % auf 3 820,06 Punkte einbüßte.

Umsatz Legte Deutlich ZU

Auch das zyklische Chemiegeschäft hat sich nach Einschätzung von Nacken gut entwickelt. Hochwertige Materialien (Materialscience) und die Chemietochter Lanxess trugen zur Ertragssteigerung bei. Im Gesundheitsgeschäft ging der Ertrag hingegen wegen der wachsenden Konkurrenz beim stärksten Umsatzträger, dem Breitbandantibiotikum Cipro, und den hohen Einführungskosten für das Potenzmittel Levitra deutlich zurück. Der Cipro-Umsatz brach im zweiten Quartal um 54,4 % auf 202 Mill. ? ein.

Der Quartalsüberschuss verharrte im zweiten Quartal überraschend auf dem Vorjahresstand von 128 Mill. ?. Die befragten Experten hatten eine deutliche Steigerung auf 187 Mill. ? erwartet. Der Umsatz legte im Berichtszeitraum überraschend deutlich um 4,5 % auf 7,583 Mrd. ? zu. Analysten hatten mit 7,329 Mrd. ? gerechnet. Währungs- und portfoliobereinigt erhöhte sich der Umsatz um 7,9 %.

Lanxess

Der Chef der neuen Chemiefirma Lanxess hat seinem Unternehmen einem Zeitungsbericht zufolge unterdessen eine zügige Gewinnsteigerung nach der Abspaltung vom Bayer-Konzern vorgegeben. Spätestens drei Jahren nach dem Börsengang Anfang 2005 soll Lanxess mehr als sechs Prozent Rendite auf Basis des Gewinns vor Steuern und Zinsen (Ebit) abwerfen. Dieses Ziel habe Vorstandschef Axel Heitmann in Gesprächen mit dem Vorstand der Noch-Mutter Bayer genannt, schreibt die "Financial Times Deutschland" (FTD/Dienstagausgabe) ohne Angabe von Quellen. Im vergangenen Jahr hatte Lanxess hohe Verluste geschrieben.

Bayer hat in Lanxess das eher margenschwache Chemiegeschäft und Teile des Kunststoffgeschäfts gebündelt. Anfang 2005 soll Lanxess an die Börse gebracht werden. Dabei sollen die Aktien der neuen Firma den Bayer-Aktionären zugeteilt werden (Spin-Off).

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