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Bayer bringt Chemietochter Lanxess Anfang 2005 an Börse - Spin-OffDPA-Datum: 2004-07-16 12:12:03

(dpa-AFX) Leverkusen - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer < BAY.ETR > wird seine Chemietochter Lanxess Anfang 2005 durch eine Übertragung an die bestehenden Aktionäre an die Börse bringen. Der Vorstand habe sich für ein "Spin-Off" entschieden, teilte der Konzern am Freitag in Leverkusen mit.

(dpa-AFX) Leverkusen - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer < BAY.ETR > wird seine Chemietochter Lanxess Anfang 2005 durch eine Übertragung an die bestehenden Aktionäre an die Börse bringen. Der Vorstand habe sich für ein "Spin-Off" entschieden, teilte der Konzern am Freitag in Leverkusen mit.

Die Verselbständigung als börsennotiertes Unternehmen soll durch Zuordnung von Lanxess-Aktien an die Bayer-Aktionäre erfolgen. Auf einer außerordentlichen Hauptversammlung Mitte November sollen die Aktionäre darüber entscheiden. Analysten sehen die Weichenstellung des Vorstandes als "keine große Überraschung". Angesichts eines für Börsengänge weiter schwachen Umfeldes sei dies erwartet worden. Der Aktienkurs reagierte kaum. In einem freundlichen Marktumfeld legte der Kurs um 0,04 Prozent auf 22,30 Euro zu.

Kein Frisches Kapital

"Der Spin-Off ist in der derzeitigen Verfassung des Kapitalmarktes der beste Weg an die Börse für Lanxess", sagte Bayer-Chef Werner Wenning. Bayer hatte den Weg des Börsengangs - Spin-Off oder öffentliche Platzierung (IPO) - bisher offen gehalten und die Entscheidung von der Entwicklung des Kapitalmarktes abhängig gemacht.

"Das ist keine große Überraschung", sagte Analyst Dennis Nacken von Helabatrust. Swen Dopke von M.M. Warburg vertrat die gleiche Meinung. Schließlich sei in jüngster Zeit bereits alles auf eine Übertragung der Aktien an die bestehenden Aktionäre hinausgelaufen.

Nacken wies aber darauf hin, dass mit der Entscheidung gegen eine öffentliche Platzierung (IPO) der Aktien der Zustrom frischen Kapitals ausbleibe. "Sicherlich wäre ein IPO für Bayer die attraktivere Variante gewesen, aber man muss sich auch der Realität stellen", sagte Nacken. Bayer habe für Zukäufe genug Reserven.

Geschäftsentwicklung IM Rahmen DER Erwartungen

In Lanxess hat Bayer seine margenschwachen Chemie- und Polymeraktivitäten eingebracht. Die Geschäftsentwicklung liegt nach Einschätzung von Wenning im Rahmen der Erwartungen. Der designierte Vorstandsvorsitzende von Lanxess, Axel Heitmann, zeigte sich erfreut, dass die interne Entscheidung über die Form des Börsengangs jetzt gefallen sei.

Die endgültige Entscheidung fällen die Bayer-Aktionäre Mitte November auf einer außerordentlichen Hauptversammlung. Einzelheiten zur Umsetzung des Spin-Offs sollen in der Einladung zur Hauptversammlung mitgeteilt werden.

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