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Bayer erhöht nach Ergebnissprung Umsatz- und Ergebnisprognose

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat nach einem überraschend starken operativen Ergebnissprung im dritten Quartal seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2004 angehoben.

dpa-afx LEVERKUSEN. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat nach einem überraschend starken operativen Ergebnissprung im dritten Quartal seine Umsatz- und Ergebnisprognose für 2004 angehoben. "Angesichts der erfreulichen Geschäftsbelebung auch im dritten Quartal heben wir die Jahresprognose für den Umsatz und das bereinigte Ebit (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) an", sagte Konzernchef Werner Wenning am Donnerstag in Leverkusen bei der Vorlage der Zahlen zum dritten Quartal. Die Aktie legte in einem knapp behaupteten Marktumfeld um 1,65 Prozent auf 24,06 Euro zu.

Die Zielmarke einer Steigerung des bereinigten Ebit im laufenden Jahr um mehr als zehn Prozent sei bereits nach Ablauf von neun Monaten "klar erreicht", sagte Wenning. Für das vierte Quartal sei darüber hinaus trotz der anhaltend hohen Rohstoffkosten ein bereinigtes Ebit deutlich über dem angepassten Vorjahreswert von 42 Mill. Euro zu erwarten.

Beim Umsatz peilt Wenning im laufenden Jahr nun eine Steigerung in der Größenordnung des Dreivierteljahres an. In diesem Zeitraum legte der Umsatz um 2,6 Prozent auf rund 22 Mrd. Euro zu. Bisher war der Konzern beim Umsatz von einer leichten Steigerung ausgegangen. Für das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wird unterdessen weiter eine Steigerung von mehr als zehn Prozent im laufenden Jahr erwartet.

Anspringende Chemiekonjunktur Treibt

Im dritten Quartal profitierte Bayer insbesondere von der Belebung seines klassischen Chemiegeschäfts. Das operative Ergebnis (Ebit) vor Sondereinflüssen legte im Vergleich zum Vorjahr überraschend deutlich um gut 200 Prozent auf 383 Mill. Euro zu. Von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Experten hatten im Schnitt nur 245 Mill. Euro erwartet.

Insbesondere das zyklische Chemiegeschäft mit hochwertigen Materialien und beim MDax-Aspiranten Lanxess trugen zur Ertragssteigerung bei. Trotz der üblichen saisonalen Schwäche zeigte sich auch das Pflanzenschutzgeschäft mit einem deutlich geringeren Verlust als im Vorjahreszeitraum relativ robust. Das Gesundheitsgeschäft litt unterdessen unter der wachsenden Konkurrenz beim stärksten Umsatzträger Cipro (Breitband-Antibiotikum).

Kräftiges Mengenwachstum

Der Umsatz legte im Berichtszeitraum um 3,4 Prozent auf 7,065 Mrd. Euro zu. Negative Währungseffekte (-3,8%) konnten dabei durch eine kräftige Mengensteigerung (+5,7%) und Preiserhöhungen (+1,6%) aufgefangen werden. Analysten hatten lediglich 7,027 Mrd. Euro erwartet. Unter dem Strich verbuchte der Konzern im dritten Quartal einen Überschuss von 34 Mill. Euro. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch einen Verlust von 123 Mill. Euro ausgewiesen. Die befragten Experten hatten im Schnitt einen leichten Verlust von 7,2 Mill. Euro erwartet.

Die Nettoverschuldung sank im Vergleich zum Stand Ende des vergangenen Jahres um 0,3 Mrd. Euro auf 5,7 Mrd. Euro.

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