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Bayer: Erhöhte Cipro-Produktion kompensiert Lipobay-Verlust nicht

dpa-afx LEVERKUSEN. Die erhöhte Produktion des Anti-Milzbrand-Mittels Ciprobay kann nach Einschätzung von Bayer AG die erwartenden Verluste wegen der Zurücknahme des Cholesterol-Senkers Lipobay nicht ausgleichen kann. Das sagte eine Pressesprecherin des Pharma-Konzerns am Mittwoch. Bayer erwartet für dieses Jahr eine Gewinneinbuße von etwa 800 Mill. ?.

Die Bayer Bayer-Tochter-US Corp hatte am Morgen mitgeteilt, in den nächsten drei Monaten bis zu 200 Mill. Cipro-Tabletten zu liefern. Die Produktion laufe 24 Stunden täglich und und sieben Tage die Woche, hieß es. Vorerst wird Bayer die Fertigung in Connecticut um 25 % ankurbeln. In Deutschland soll die Produktion zum November anlaufen.

Mittlerweile hat die US-Bundesbehörde zur Überwachung von Nahrungs- und Arzneimitteln Cipro als eine der Behandlungen gegen Milzbrand empfohlen.

Bayer plant, den Preis für Ciprobay trotz der erhöhten Nachfrage beizubehalten, "solange Cipro gebraucht wird, um die gegenwärtige Terroristenbedrohung zu bekämpfen".

Cipro hat im vergangenen Jahr weltweit einen Umsatz von 1,8 Mrd. ? erbracht. Das Patentrecht wird Ende 2003 auslaufen.

Bayer hatte Lipobay vergangenen August wegen gesundheitsgefährdender Nebeneffekte vom Markt genommen.

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