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Bayer erwartet 2004 leichtes Umsatzwachstum - Prognose angehoben

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat nach einem überraschend starken operativen Ergebnissprung im zweiten Quartal seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Zudem wollen die Leverkusener ihre Profitabilität durch bereits laufende Kostensenkungsprogramme weiter steigern. Für das laufende Jahr seien Einsparungen von rund 900 Mill. € geplant, sagte Vorstandschef Werner Wenning am Dienstagabend bei einer Investorenkonferenz nach Vorlage der Halbjahreszahlen.

dpa-afx LEVERKUSEN. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat nach einem überraschend starken operativen Ergebnissprung im zweiten Quartal seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben. Zudem wollen die Leverkusener ihre Profitabilität durch bereits laufende Kostensenkungsprogramme weiter steigern. Für das laufende Jahr seien Einsparungen von rund 900 Mill. ? geplant, sagte Vorstandschef Werner Wenning am Dienstagabend bei einer Investorenkonferenz nach Vorlage der Halbjahreszahlen.

Beim Umsatz erwarte Bayer für 2004 nun einen leichten Anstieg, sagte Wenning. Bisher hatte der Konzern einen leichten Umsatzrückgang erwartet. Im vergangenen Jahr setzte Bayer mit über 100 000 Mitarbeitern 28,567 Mrd. ? um. Die Prognose für das operative Ergebnis vor Sonderposten bleibe unverändert, sagte Wenning. Bayer erwarte 2004 auch weiterhin ein Ergebniswachstum von mehr als 10 %.

Nur für das Gesundheitsgeschäft zeigte sich Wenning angesichts der wachsenden Konkurrenz in den USA bei seinem Hauptumsatzträger im Pharmageschäft, dem Breitbandantibiotikum Cipro, und der enttäuschenden Entwicklung des Potenzmittels Levitra im zweiten Quartal weiterhin skeptisch. In der Gesundheitsparte geht der Konzern weiterhin von einem "leichten" Umsatzrückgang und einem etwas deutlicheren Ergebnisrückgang aus.

Optimistischer FÜR Pflanzenschutz

Für das Pflanzenschutzgeschäft zeigte sich Wenning deutlich optimistischer. Der Cropscience-Umsatz dürfte nicht wie bisher angenommen leicht sinken, sondern stabil bleiben.

Das Chemiegeschäft mit hochwertigen Materialien (Material Science) dürfte 2004 mehr Umsatz als im Vorjahr erwirtschaften. Bisher war Bayer von einem leichten Umsatzrückgang ausgegangen. Der Börsenkandidat Lanxess werde den Umsatz nicht nur stabil halten, sondern steigern.

Potenzmittel-Markt

Unterdessen hat sich das Wachstum des Marktes für Potenzmittel nach Einschätzung von Bayer deutlich abgeschwächt. Der Markt sei hart umkämpft. Deshalb stelle sich Bayer nicht auf einen Sprint, sondern auf einen Marathon ein, sagte der Vorsitzende des Executive Committees von Bayer Healthcare, Arthur J. Higgins, bei der Investorenkonferenz. Im zweiten Quartal habe die Entwicklung des Potenzmittels Levitra insgesamt enttäuscht.

Vor allem der für Potenzmittel besonders wichtige Markt, die Vereinigten Staaten, zeige ein spürbar geringeres Wachstum. In den USA schwächte sich das Wachstum von 16,4 % im ersten Quartal auf 11,4 % ab. Weltweit verringerte sich das Wachstumstempo im entsprechenden Zeitraum von 18,3 % auf 13,9 %.

Die Leverkusener wollen Levitra durch eine bessere Vermarktung stärker von den Konkurrenten Pfizer mit dem Präparat Viagra und Eli Lilly mit Cialis abheben. Bayer vermarktet Levitra zusammen mit dem britischen Pharmakonzern Glaxosmithkline . Im zweiten Quartal legte der Levitra-Marktanteil nur leicht von 9,7 % im ersten Quartal auf weltweit 11,0 % zu. Cialis baute seinen Marktanteil als Nummer zwei wesentlich stärker auf 17,7 (Q1 14,0) Prozent aus. Unangefochtener Marktführer bleibt Viagra mit einem Marktanteil von 71,3 (76,4) Prozent.

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