Bayer-Gewinnwarnung belastet
Dem Dax steht kein leichter Tag bevor

Vorbörslich lag der Dax im Minus und damit laut Analysten im Trend. Nach der Bayer-Gewinnwarnung rechnen sie mit sinkenden Kursen.

dpa-afx FRANKFURT. Vor Handelsbeginn an der Frankfurter Börse ist die befürchtete Gewinnwarnung der Bayer AG eingetroffen: Der Chemiekonzern hat seine Gewinnprognose für das zweite Quartal deutlich gesenkt. Gespannt wartet die Börsenwelt heute außerdem auf die Zinsentscheidung der US-Notenbank. Diese ist für den Abend angekündigt und bis dahin werden sich die Anleger am Frankfurter Aktienmarkt vermutlich zurückhalten.

Die Analysten vom Handelshaus Lang & Schwarz gehen davon aus, dass der Dax mit leichten Verlusten in den Tag starten wird. Der Index lag vorbörslich bei 5 824,42 Punkten und damit im Minus.

"Jetzt, da die Gewinnwarnung von Bayer schwarz auf weiss vorliegt, wird sie den Markt etwas belasten - und Druck auf die Branche ausüben", sagte Franz Kaim, Analyst bei Lang & Schwarz. Insgesamt werde das Frankfurter Handelsgeschehen im Tagesverlauf wohl von der üblichen Zurückhaltung vor einer US-Zinsentscheidung geprägt sein. Der Großteil der Volkswirte, die von der Finanznachrichtenagentur AFX befragt wurden, rechnete im Vorfeld damit, dass der Offenmarktausschuss die Leitzinsen um 50 Basispunkte senken wird.

In Frankfurt war der Dax am Dienstag bei dünnen Umsätzen mit minus 0,92 % bei 5 847,79 Zählern aus dem Handel gegangen, während der Nemax 50 um 1,29 % schwächer bei 1 342,21 Punkten geschlossen hatte. Der MDax hatte einen Abschlag von 0,32 % auf 4 767,85 Stellen verzeichnet.

Der Standardwerte-Index Dow Jones war bis Handelsschluss um 32,14 Zähler oder 0,31 % auf 10 472,08 Punkte gefallen. Der Nasdaq Composite Index war zum Ende des Handelstages um 0,67 % auf 2 064,60 Zähler gestiegen. In Tokio gab der Nikkei-Index am Mittwoch um 1,2 % auf 12 828,98 Punkte ab.

MLP findet Platz im Dax

Der Vorstand der Frankfurter Börse hatte gestern Abend beschlossen, dass der Heidelberger Finanzdienstleister MLP als nächstes in den Dax aufrücken soll, nachdem die Allianz und die Dresdner Bank zu einem Konzern fusioniert sind.

Bei der Deutschen Post steht heute die Jahreshauptversammlung auf dem Terminkalender. Konzernchef Klaus Zumwinkel kann der Veranstaltung gelassen entgegen sehen - ist doch schon im voraus klar, dass er den Aktionären ein Rekordergebnis präsentieren wird. Bereits in den vergangenen Handelstagen hatte die Post-Aktie zugelegt und war in der ansonsten trüben Börsenstimmung ein kleiner Lichtblick.

Auch der Vorstand des Baukonzerns Philipp Holzmann wird seinen Aktionären heute die Geschäftsbilanz für 2000 vorlegen. Der krisengeschüttelte Bauriese hatte ursprünglich ein ausgeglichenes Ergebnis angekündigt, letztlich aber einen Konzernverlust von 156 Mill. DM eingefahren.

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