Bayer hält Schadensersatzforderungen für unbegründet
US-Klage gegen Bayer eingereicht

Nach dem weltweiten Rückruf des Medikaments Lipobay haben Anwälte in den USA die erste Sammelklage gegen den Leverkusener Pharma-Hersteller Bayer eingereicht.

ddp/vwd TRIER. Wie die Tageszeitung "Trierischer Volksfreund" berichtet, werfen die auf Medizinrecht spezialisierten Anwälte Don S. Strong und Stephen Martin aus dem US-Bundesstaat Oklahoma den Bayer-Verantwortlichen unter anderem vor, das in den USA unter dem Namen Baycol vertriebene Präparat sei "zum Zeitpunkt der Herstellung und des Verkaufs ungewöhnlich gefährlich" für Patienten gewesen.

Auch habe Bayer Mediziner und Patienten nicht genügend über die ummittelbar mit der Einnahme verbundenen Gefahren informiert. Medizinrechtler Strong sagte der Zeitung, er rechne mit einer "sehr hohen Zahl" von Geschädigten, die sich der Sammelklage anschließen würden. "Wir müssen von einer gewaltigen Dunkelziffer an Todesfällen ausgehen, die nun erst nach und nach bekannt werden," betonte der Anwalt.

Kooperation mit Münchner Anwalt

Darüber hinaus berichtet das Blatt, dass der auf Arzthaftungsrecht spezialisierte Anwalt David Duffus aus North Carolina bereits über 500 Mandanten habe, deren Ansprüche er gegenüber Bayer in Einzelklagen anmelden will. In der kommenden Woche wolle Duffus mit dem Münchner Anwalt Michael Witti eine Kooperation in der Durchsetzung von Ansprüchen deutscher Geschädigter vereinbaren.

Die Bayer AG steht bisher auf dem Standpunkt, Schadenersatzforderungen gegen das Unternehmen seien unbegründet. Das Unternehmen hatte weltweit 52 Todesfälle im Zusammenhang mit Lipobay/Baycol eingeräumt.

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