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Bayer hat ersten Titel im Visier: Augenthaler kritisiert TerminDPA-Datum: 2004-07-22 12:01:23

Leipzig (dpa) - Den Ligapokalsieg im Visier, aber den Bundesliga-Auftakt im Hinterkopf: Nach dem Einzug ins Halbfinale des prestigeträchtigen Ligapokal-Wettbewerbs könnte Bundesligist Bayer 04 Leverkusen im siebten Anlauf endlich eine Lücke in seiner Trophäensammlung schließen.

Leipzig (dpa) - Den Ligapokalsieg im Visier, aber den Bundesliga-Auftakt im Hinterkopf: Nach dem Einzug ins Halbfinale des prestigeträchtigen Ligapokal-Wettbewerbs könnte Bundesligist Bayer 04 Leverkusen im siebten Anlauf endlich eine Lücke in seiner Trophäensammlung schließen.

Doch die Terminansetzung im ersten offiziellen Wettbewerb der Saison 2004/2005 passt Bayer-Coach Klaus Augenthaler gar nicht ins Konzept. «Das Endspiel ist an einem Montag, was mir überhaupt nicht schmeckt. Vielleicht sollten wir gegen die Bayern auch ins Elfmeterschießen kommen und dann verlieren», sagte der ehemalige Nationalspieler nach dem 4:3-Erfolg im Elfmeterschießen gegen den FC Hansa Rostock in Jena schmunzelnd.

Jacek Krzynowek sicherte Bayer 04 mit dem entscheidenden Treffer im Penalty-Schießen bereits 500 000 Euro für die Vereinskasse und das Duell mit dem viermaligen Ligapokalsieger Bayern München in Wattenscheid. Und angesichts des «reizvollen Spiels» gegen den deutschen Rekordmeister wollte sich «Auge» dann auch nicht missverstanden wissen. «Um gegen die Bayern zu spielen, müssen andere viel Geld bezahlen. Wir bekommen noch was dafür. Ich will immer jedes Spiel gewinnen, dennoch sind in der Vorbereitung Ergebnisse für mich letztendlich zweitrangig», sagte der Weltmeister von 1990.

Er attestierte seiner Elf eine ordentliche Leistung über 60 Minuten. Knapp zwei Wochen vor dem Ligastart plagen Augenthaler aber vor allem in der Abwehr große Personalprobleme. Auch der Auftritt von Neuzugang Roque Junior war noch nicht meisterlich. Der brasilianische Weltmeister, der seinen zum FC Bayern gewechselten Landsmann Lucio ersetzen soll, ist nicht fit. «Er hatte lange keine Spielpraxis. Zudem ist Laufen im Urlaub anscheinend nicht das Ding der Brasilianer», stellte Augenthaler fest. Es komme darauf an, den 23- Jährigen schnell zu integrieren und körperlich nach vorne zu bringen.

Hansas Coach Juri Schlünz war trotz der verpatzten Premiere recht zufrieden: «Das Spiel gibt uns Selbstvertrauen, wenngleich wir natürlich enttäuscht sind. Aber die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg.» Verzichten muss Rostock nun wohl endgültig auf Martin Max. Der Stürmer, der mit 20 Toren maßgeblichen Anteil am neunten Bundesliga- Platz der Hanseaten hatte, erklärte trotz Vertrags bis 2005 bei Hansa seine Karriere wegen anhaltender körperlicher Probleme für beendet.

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