Bayer konnten kräftig zulegen
Dax schließt schwach - Milzbrandfall belastet

Schwach doch vom Tagestief ein Stück erholt hat am Freitag der Dax geschlossen. Der Index verlor 2,0 % auf 4 625,13 Punkte. Nach Bekanntwerden eines vierten Milzbrandfalls in den USA hatten sich die Gewinnmitnahmen im Kontext schwächerer US-Märkte vertieft. Zuvor war der Dax im ansonsten recht impulslosem Handel durch widersprüchliche US-Konjunkturdaten auf "Berg- und Talfahrt" geschickt worden.

vwd FRANKFURT. Hinter der Schwäche sahen Händler auch "normale Gewinnmitnahmen" vor dem Wochenende nach den starken Gewinnen am Vortag. Der neue Milzbrandfall habe die Sorge vor weiteren Terroranschlägen vertieft und das Sentiment belastet. Gegen den Trend legten Bayer 7,5 % auf 36,95 Euro zu. Das Unternehmen produziert ein wirkungsvolles Antibiotikum gegen Milzbrand.

Deutsche Telekom gehörten mit einem Minus von 3,6 % auf 17,65 Euro dagegen zu den Verlierern im Dax. Ein Beobachter führte den Kursrückgang auf Gewinnmitnahmen zurück, in den vergangenen Wochen habe die Aktie zu den stärksten Kursgewinnern gezählt. Die Ankündigung einer neuen Anleihe zum Schuldenabbau bewerte er eher positiv. Nach einem sehr festen Start schlossen Infineon mit einem kräftigen Minus von 7,5 % auf 15,27 Euro. Der Vorstandsvorsitzende hatte Spekulationen zurückgewiesen, denen zufolge die Liquidität ausgehe.

Metro legten dagegen um 1,2 % auf 39,10 Euro zu. Nach Einschätzung einer Analystin profitierte der Wert von der Bekräftigung der Prognosen von Carrefour. "Die Einzelhandelswerte in Europa entwickeln sich zur Zeit sehr parallel", sagte die Beobachterin. "Es gibt wenige sonstige Orientierungspunkte; daher orientierte man sich bei der Einschätzung besonders stark an der Peer-Group".

Daimler-Chrysler notierten mit einem Minus von 2,3 % auf 38,58 Euro. Der am Nachmittag angekündigte Turnaround-Plan für die US-Nfz-Sparte Freightliner hatte keine großen Auswirkungen auf den Aktienkurs des Konzerns. "Es war klar, das da etwas kommen mußte", sagte ein Beobachter. Kurzfristige Belastungen könnten im Gegenteil für einige Zeit negativ wirken. "Aber niemand hat daran gezweifelt, dass es natürlich Geld kosten wird, wenn umstrukturiert wird", hieß es weiter.

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