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Bayer: Lanxess startet mit 1,5 Milliarden Euro Schulden

Der ausgegliederte Bayer-Chemiebereich Lanxess geht mit Milliardenschulden in die Unabhängigkeit. Die Nettoverschuldung werde zum Zeitpunkt der Abspaltung rund 1,5 Mrd. Euro betragen, teilte Bayer am Mittwoch in Düsseldorf mit. Im ersten Halbjahr sei ein Konzernverlust von drei Mill. Euro entstanden. Der Umsatz lag bei 3,28 Mrd. Euro. Der Lanxess-Börsengang sei für Anfang 2005 geplant. Bayer lagert in die neue Firma große Teile seines Chemie- und Kunststoffgeschäfts aus.

dpa-afx DÜSSELDORF. Der ausgegliederte Bayer-Chemiebereich Lanxess geht mit Milliardenschulden in die Unabhängigkeit. Die Nettoverschuldung werde zum Zeitpunkt der Abspaltung rund 1,5 Mrd. Euro betragen, teilte Bayer am Mittwoch in Düsseldorf mit. Im ersten Halbjahr sei ein Konzernverlust von drei Mill. Euro entstanden. Der Umsatz lag bei 3,28 Mrd. Euro. Der Lanxess-Börsengang sei für Anfang 2005 geplant. Bayer lagert in die neue Firma große Teile seines Chemie- und Kunststoffgeschäfts aus.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag bei den ausgegliederten Chemieaktivitäten im ersten Halbjahr bei 80 Mill. Euro, teilte Bayer weiter mit. Im Vorjahreszeitraum hatte der in Lanxess zusammengefasste Bereich noch einen Ebit-Verlust von 39 Mill. Euro verzeichnet.

Pflichtwandelanleihe Über 200 MIO Euro

Desweiteren hat Lanxess eine Pflichtwandelanleihe über 200 Mill. Euro an die Bayer AG begeben. Dies soll die Finanzierung und das Rating von Lanxess unterstützen, teilte Bayer weiter mit. Zu der künftigen Lanxess-Dividendenpolitik machte Bayer keine Aussage. Es könne allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass Lanxess für die Geschäftsjahre 2004 und 2005 keine Dividenden zahlen wird.

Die Aktionäre der Bayer AG sollen bei der geplanten Abspaltung der neuen Chemiegesellschaft Lanxess für jeweils zehn Bayer-Aktien eine Lanxess-Aktie erhalten, teilte das Unternehmen weiter mit. Das sieht der Abspaltungs- und Übernahmevertrag vor, über den auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 17. November in Essen entschieden werde.

Externe Einmalkosten VON 75 MIO Euro FÜR Bayer

Die Bündelung der Chemie- und Polymeraktivitäten im Teilkonzern Lanxess und dessen Abspaltung führten Unternehmensangaben zufolge zu externen Einmalkosten von etwa 75 Mill. Euro. Diese Kosten werde Bayer tragen und im Geschäftsjahr 2004 verbuchen.

Des weiteren wies das Leverkusener Unternehmen daraufhin, dass weder Lanxess noch Bayer die Absicht hätten, Wertpapiere der Lanxess AG in den USA zu registrieren oder dort ein öffentliches Aktienangebot durchzuführen.

Mit der Abspaltung (Spin-off) von Lanxess wird das von Vorstand und Aufsichtsrat im November 2003 beschlossene und von der ordentlichen Hauptversammlung im April 2004 bestätigte Konzept zur strategischen Neuausrichtung des Bayer-Konzerns umgesetzt. Damit trennt sich Bayer vom überwiegenden Teil des Chemie- und rund einem Drittel des Polymergeschäfts, um sich auf die Kernbereiche Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien zu konzentrieren. Das operative Geschäft nehmen dabei die Teilkonzerne Bayer Healthcare, Bayer Cropscience und Bayer Materialscience wahr. Dagegen verfügt Lanxess über ein umfangreiches Portfolio an Basis-, Spezial- und Feinchemikalien sowie Polymeren.

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