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Bayer-Pflanzenschutz-Chef für 2004 sehr optimistisch - Marge vor WeltranglisteDPA-Datum: 2004-07-15 16:05:54

(dpa-AFX) Monheim - Nach einem positiven Geschäftsverlauf im zweiten Quartal hat sich Bayer Cropscience-Chef < BAY.ETR > , Friedrich Berschauer, für das Gesamtjahr "sehr optimistisch" gezeigt. "Es bestehen Chancen in diesem Jahr die derzeitige Nummer Eins des Marktes im Pflanzenschutzgeschäft, Syngenta, zu übertrumpfen", sagte Berschauer am Donnerstag in Monheim. Wichtiger als die Weltrangliste sei aber das Erreichen der gesteckten Renditeziele.

(dpa-AFX) Monheim - Nach einem positiven Geschäftsverlauf im zweiten Quartal hat sich Bayer Cropscience-Chef < BAY.ETR > , Friedrich Berschauer, für das Gesamtjahr "sehr optimistisch" gezeigt. "Es bestehen Chancen in diesem Jahr die derzeitige Nummer Eins des Marktes im Pflanzenschutzgeschäft, Syngenta, zu übertrumpfen", sagte Berschauer am Donnerstag in Monheim. Wichtiger als die Weltrangliste sei aber das Erreichen der gesteckten Renditeziele.

Bayer Cropscience ist eine der drei Tochtergesellschaften des Leverkusener Konzerns. Mit rund 5,8 Milliarden Euro Umsatz und 19.400 Beschäftigten 2003 ist die Gesellschaft weltweit der zweitgrößte Pflanzenschutzanbieter. Bayer hatte vor rund zwei Jahren seine Pflanzenschutzsparte nach dem Zukauf von Aventis Cropscience in einer eigenständigen Tochterfirma gebündelt. Der Kauf für rund 7,25 Milliarden Euro war die größte Akquisition des Bayer-Konzerns.

'AUS Eigener Kraft Stärker ALS Markt Wachsen'

Die Rahmenbedingungen im laufenden Jahr für das Pflanzenschutzgeschäft bezeichnete Berschauer insgesamt als gut. Die Branche profitiere von hohen Preisen für Soja und Mais und auch die Witterung habe anders als im Vorjahr bisher keine dramatischen negativen Effekte gehabt. Im vergangenen Jahr hatte der heiße Sommer das Geschäft belastet. "Wir können aus eigener Kraft stärker als der Markt wachsen", sagte Berschauer. Angesichts kartellrechtlicher Einschränkungen seien große Akquisitionen ohnehin nicht machbar. "Einen Umsatz von 500 Millionen Euro zu kaufen, wird schon schwierig", sagte Berschauer. Derzeit gebe es keine konkreten Planungen.

Im konventionellen Pflanzenschutzgeschäft will die Gesellschaft das Marktwachstum von ein bis zwei Prozent um zwei Prozentpunkte übertreffen. Dies soll sowohl durch die Vermarktung bewährter als auch die Entwicklung neuer Wirkstoffe erfolgen. Insbesondre für Südamerika und dabei für Brasilien sei ein "sehr gutes Geschäft" zu erwarten. Mit einem Forschungsbudget von derzeit 700 Millionen Euro pro Jahr oder rund 12 Prozent des Umsatzes will Cropscience von 2001 bis 2005 14 neue Wirkstoffe auf den Markt bringen. Mittelfristig liege die Zielvorgabe bei rund zwei neuen Wirkstoffen pro Jahr. Die Margen bei neuen Produkten seien generell höher als bei bewährten.

Verbesserung DER Marge Bleibt Hauptziel

Die Verbesserung der Marge bleibt Hauptziel der Gesellschaft. Denn Cropscience soll Berschauer zufolge nicht nur das größte, sondern auch das profitabelste Pflanzenschutzunternehmen der Welt werden. Während in der Branche eine Marge auf Basis des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von rund 20 Prozent üblich sei, strebe die Bayer-Tochter 2006 eine Marge von 25 Prozent und 2007 von 26 Prozent an. Allerdings sei die Entwicklung der Wechselkurse dabei wichtig.

Das Synergiepotenzial durch die Zusammenführung der Gesellschaften beziffert Cropscience ab 2006 auf 570 Millionen Euro jährlich. Bei der Umsetzung der Pläne liege das Unternehmen derzeit "im Plan" und habe "etwa die Hälfte" des Volumens erreicht. Der Prozess sei aber "noch nicht abgeschlossen", sagte Berschauer. Die Kostenstruktur müsse weitere optimiert. Dabei müssten auch Standorte und Personal analysiert werden. Das Unternehmen sei strategisch "hervorragend aufgestellt" und verfüge über alle Ressourcen, um erfolgreich zu sein, sagte Berschauer.

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