Bayer stärkstes Papier im Dax
Dax und Nemax müssen bei lustlosem Handel weiter abgeben

Bei den deutschen Blue Chips haben am Donnerstag die Titel der Deutschen Telekom sowie des Chemiekonzerns Bayer in einem richtungs- und umsatzschwachen Handel hervorgestochen.

dpa FRANKFURT. Die deutschen Aktien haben am Donnerstag bei lustlosem Handel weiter abgegeben. Der Dax pendelte bis zum Nachmittag zwischen Plus und Minus und verlor zuletzt 0,48 Prozent auf 6162 Zähler. Der Nemax 50 rutschte im Tagesverlauf tiefer ins Minus, nachdem Frühindikatoren auf eine schwache Eröffnung der US- Technologie-Börse Nasdaq hinwiesen. Der Index verlor 1,97 % auf 1698 Zähler. Der Mdax sank um 0,41 % auf 4742 Punkte.

Auch nach der Entscheidung der Europäischen Zentralbank, die Zinsen unverändert zu lassen, habe sich der Handel nicht belebt. Nach wie vor bestimme Lustlosigkeit das Geschäft, sagte ein Händler. Die Märkte warteten nun auf die Eröffnung der US-Börsen.

Stärkster Standardtitel im Dax war das Papier von Bayer mit einem Gewinn von 3,11 % auf 47,70 Euro. Die Aktie profitiere von einer Kaufempfehlung durch die US-Investmentbank Goldman Sachs. Besonders schwach waren Preussag mit minus 2,07 % auf 38,80 Euro.

Bankenwerte verloren größtenteils, nachdem die US-Bank JP Morgan Chase ein niedrigeres Geschäftsergebnis für das Gesamtjahr angekündigt hat. Am Tag der Hauptversammlungen gaben Volkswagen 1,81% ab und kosteten 58,61 Euro, obwohl VW-Chef Ferdinand Piech seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das laufende Jahr am Vormittag bestätigte.

Auch der Versorger RWE hatte zum Aktionärstreffen geladen. Die Aktie schwankte tagsüber recht stark und stieg zuletzt auf 46,45 Euro - ein Gewinn von 0,3 %. Unliebsame Überraschungen gab es nicht: Die Prognosen waren schon Ende Mai nach Vorlage guter Neunmonatszahlen angehoben worden. Der Versorger kündigte aber weitere Investitionen im Ausland an.

An den internationalen Börsen fielen die Kurse. Moderat abwärts ging es London. In Großbritannien konzentriert sich das Interesse an diesem Donnerstag auf die Unterhaus-Wahlen. Die Kurse in Paris gaben um etwa ein Prozent nach. Der EuroStoxx 50 in Zürich büßte 0,9 Prozent auf 4429 Zähler ein.

Der Rentenmarkt zeigte sich kaum verändert: Der Bund-Future gab 0,1 % auf 106,83 Punkte ab, der REX stand nahezu unverändert bei 112,03 Punkten. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite auf 4,94 (Mittwoch: 4,91) Prozent fest.

Trotz unveränderter Leitzinsen in der Euro-Zone blieb der Euro stabil und kostete am Nachmittag 0,8476 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 0,8466 (Mittwoch: 0,8543) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 2,3102 (2,2894) DM.

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