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Bayer-Stellenabbau geringer als gepant - Einsparziel nicht gefährdetDPA-Datum: 2004-07-12 14:26:01

(dpa-AFX) Frankfurt/Leverkusen - Trotz eines verminderten Stellenabbaus beim Chemie- und Pharmakonzern Bayer < BAY.ETR > in Deutschland sind die Einsparziele des Konzerns nach Einschätzung von Analysten nicht gefährdet. "Für Bayer sind die Kosten aus bewertungstechnischer Sicht eher zu vernachlässigen", sagte Analyst Michael Butscher von der Bayerischen Landesbank am Montag dpa-AFX. Der Fahrplan für die Sparziele dürfte eingehalten werden, die Ziele seien nicht gefährdet.

(dpa-AFX) Frankfurt/Leverkusen - Trotz eines verminderten Stellenabbaus beim Chemie- und Pharmakonzern Bayer < BAY.ETR > in Deutschland sind die Einsparziele des Konzerns nach Einschätzung von Analysten nicht gefährdet. "Für Bayer sind die Kosten aus bewertungstechnischer Sicht eher zu vernachlässigen", sagte Analyst Michael Butscher von der Bayerischen Landesbank am Montag dpa-AFX. Der Fahrplan für die Sparziele dürfte eingehalten werden, die Ziele seien nicht gefährdet.

Bis Ende 2005 will der Konzern insgesamt über 2,5 Milliarden Euro an Kosten einsparen. Allein im laufenden Jahr sind 900 Millionen Euro an Einsparungen geplant. Angesichts hoher Rohstoffkosten seien für Bayer Kostensparmaßnahmen zwar wichtig, aber "nicht das Ein und Alles". Die allmählich wieder anziehende Industriekonjunktur dürfte die Kapazitätsauslastung wieder steigen lasse und sorge für mehr Spielraum für Preiserhöhungen.

Kosten Überschaubar

Ein Analyst der Landesbank Rheinland-Pfalz hält die Maßnahmen für "schlauer als mit der Axt betriebsbedingter Kündigungen vorzugehen". Die Kosten für Bayer dürften angesichts der Beteiligung der Mitarbeiter insgesamt "überschaubar" bleiben. In einer für Bayer nach wie vor schwierigen Phase werde durch die Vereinbarung der Betriebsfriede gesichert. Analyst Ludger Mues von Sal. Oppenheim hält die von Bayer vorgesehenen Einsparpotenziale weiter für erreichbar. Die Auswirkungen auf die Aktie seien deshalb gering. Für die Mitarbeiter des Konzerns sei die Vereinbarung nach relativ vielen schwierigen Jahren aber wieder "eine gute Nachricht".

Beschäftigte AN Kosten Beteiligt

Das Unternehmen machte auf Anfrage zur Höhe der durch die Vereinbarung entstehenden Kosten keine Angaben. Bayer wird der Vereinbarung zufolge in den Jahren 2004 und 2005 den geplanten Personalabbau an den deutschen Standorten von rund 4.000 auf etwa 3.000 Stellen reduziert. Ferner sei der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen und Ausbildung auf hohem Niveau die Kernpunkte der neuen Gesamtbetriebsvereinbarung (GBV).

An den entstehenden Kosten beteiligten sich alle Beschäftigten - vom Vorstand bis zum Tarifmitarbeiter - mit einem Solidarbeitrag. Dieser betrage bis zu 10 Prozent des individuellen variablen Einkommens.

Radikalster Konzernumbau Seiner Geschichte

Bayer vollzieht derzeit den radikalsten Konzernumbau seiner Geschichte. Der neue Vertrag basiere auf einer Vereinbarung zwischen dem Bayer-Vorstand und den Arbeitnehmervertretern im Bayer-Aufsichtsrat, die im November vorigen Jahres im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Konzerns abgeschlossen wurde, hieß es. Damals wurde entschieden, die Chemieaktivitäten und Teile des Polymergeschäfts aus dem Konzern auszugliedern und als selbständige Gesellschaft - Lanxess - an die Börse zu bringen.

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