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Bayer streicht weltweit 560 Stellen - Konzentration im Pharmageschäft

Der Bayer-Konzern streicht im Zuge seiner Konzentration auf bestimmte Forschungsbereiche im Pharmasektor weltweit 560 Stellen.

dpa-afx LEVERKUSEN. Der Bayer-Konzern streicht im Zuge seiner Konzentration auf bestimmte Forschungsbereiche im Pharmasektor weltweit 560 Stellen. Von der Umstrukturierung seien in den USA etwa 110 und in Deutschland circa 440 Stellen betroffen, teilte der Chemie- und Pharmakonzern am Donnerstag in Leverkusen mit. Betroffen seien die Bereiche Forschung und Entwicklung (F & E) sowie Produktion. In Zukunft will sich das im Dax gelistete Unternehmen auf die Forschungsgebiete Krebs, Herzkreislauf und Diabetes konzentrieren.

Laut Unternehmensangaben bringen die Personalanpassung sowie weitere signifikante Einsparungen für Pharma bis 2006 eine Reduzierung der Kosten in Höhe von etwa 130 Mill. Euro. In Deutschland werde es aufgrund der Standortsicherungsvereinbarung jedoch keine betriebsbedingten Kündigungen bis Ende 2007 geben, unterstrich der Konzern.

An der Börse verlor das Papier bis 14.45 Uhr 0,06 Prozent auf 24,38 Euro und präsentierte sich damit schwächer als der Dax, der um 0,49 Prozent auf 4 206,63 Punkte anzog.

Forschungs- und Entwicklungsbudget Rund 20 Prozent DES Pharma-Umsatzes

Das Forschungs- und Entwicklungsbudget von Bayer-Pharma soll mittelfristig bei 20 Prozent des Pharma-Umsatzes liegen. "Durch den gezielten Einsatz unserer Mittel streben wir eine optimale Nutzung unserer Forschungs- und Entwicklungskapazitäten an, wie sie einem Unternehmen unserer Größe angemessen ist", sagte Wolfgang Plischke, Leiter der Division Pharma der Bayer Healthcare.

Bayer Pharma folge damit auch im Bereich von Forschung und Entwicklung seiner Strategie, sich auf bestimmte Therapiesegmente zu konzentrieren und sich regional stärker zu differenzieren. In Zukunft forscht das Unternehmen an den Standorten West Haven (USA) und Wuppertal. Während im Wuppertaler-Forschungszentrum der Schwerpunkt weiterhin auf dem Gebiet der Herz-Kreislauferkrankungen liege, sei in West Haven die Expertise für Diabetes und Krebs angesiedelt.

Die Entwicklungsprojekte aus anderen Therapiesegmenten wie zum Beispiel Antiinfektiva und Urologie führe Bayer bis zum nächsten Entwicklungsschritt weiter. Das Unternehmen prüfe jedoch weiterhin Optionen, die auch eine Auslizensierung beinhalten können. Neue Wirkstoffklassen zur Behandlung viraler oder bakterieller und urologischer Erkrankungen stünden dagegen nicht mehr im Fokus. Im Bereich der Antiinfektiva-Forschung wolle Bayer Healthcare die vorhandenen Projekte, Technologien und Patente optimal ausschöpfen und prüfe daher einen möglichen Spin-off.

Höhe DER Einmalaufwendungen Noch Unklar

Die Höhe der mit dem Personalabbau verbundenen Einmalaufwendungen könne Bayer derzeit noch nicht beziffern. Die konkreten Maßnahmen seien noch nicht im Detail mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmt worden. Durch die seit 2001 laufende Restrukturierung, die Neuaufstellung in den USA und die Umsetzung der F & E-Strategie reduziere Bayer bis 2006 seine Kosten um rund eine Milliarde Euro, teilte der Konzern weiter mit.

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