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Bayer verkauft Blutplasmageschäft an Investorengruppe

Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat sein Blutplasma-Geschäft an die US-Investorengruppe Cerberus und Ampersand für 590 Mill. Dollar verkauft. Das Geschäft mit dem Blutgerinnungsmittel Kogenate sei nicht Teil der Vereinbarung, teilte der Konzern am Montag in Leverkusen mit.

dpa-afx LEVERKUSEN. Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer hat sein Blutplasma-Geschäft an die US-Investorengruppe Cerberus und Ampersand für 590 Mill. Dollar verkauft. Das Geschäft mit dem Blutgerinnungsmittel Kogenate sei nicht Teil der Vereinbarung, teilte der Konzern am Montag in Leverkusen mit. Vorbehaltlich der Zustimmung durch die Aufsichtsbehörden rechnet Bayer im ersten Halbjahr 2005 mit einem Abschluss der Transaktion. Die Aktie legte vorbörslich zu.

Kaufpreis 'IM Rahmen DER Erwartungen'

Die Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) bestätigte nach dem Verkauf die Bayer-Aktien mit "Outperform". Der Verkauf sei wie erwartet noch im laufenden Jahr "glatt über die Bühne" gegangen, sagte LRP-Analystin Silke Stegemann am Montag. Die Optimierung des Bayer-Portfolios schreite voran. Weder Kaufpreis noch Käufer böten ein Überraschungsmoment.

Bayer wird sein Plasma-Geschäft im Rahmen der Vereinbarung in die NPS Bio Therapeutics einbringen, die von Töchtern der US-Finanzinvestoren Cerberus Capital Management L.P. und Ampersand Ventures kontrolliert werden. Den Wert der Transaktion beziffert Bayer auf umgerechnet rund 450 Mill. Euro. Darin enthalten seien für Bayer eine Barkomponente, ein zehnprozentiger Anteil an der neuen Gesellschaft, die Verwertung ausgewählter Positionen des Umlaufvermögens und erfolgsabhängige Zahlungen von bis zu 60 Mill. Dollar. Für Stegemann liegt das Gesamtpaket "im Rahmen der Erwartungen".

'Weiter Wichtiger Schritt' ZUR Pharma-Neuausrichtung

Für Bayer-Chef Werner Wenning ist der Verkauf des Plasma-Geschäfts "ein weiterer wichtiger Schritt zur Neuausrichtung von Bayers Healthcare-Geschäft". Der Konzern werde sich künftig verstärkt auf das konsumentennahe Gesundheitsgeschäft sowie auf innovative Arzneimittel für Mensch und Tier und leistungsstarke Diagnosesysteme konzentrieren.

Bayer hatte mit Plasmaprodukten in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres 481 Mill. Euro umgesetzt. In Medienberichten war der Kaufpreis in jüngster Zeit auf rund 500 Mill. Euro veranschlagt worden. Cerberus wurde dabei bereits als aussichtsreichster Käufer gehandelt.

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