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Bayer verliert ersten von über 1 000 Prozessen um PPA-Nebenwirkungen

Die Bayer AG hat in den USA den ersten von mehr als 1 000 Prozessen um mögliche Nebenwirkungen des Wirkstoffs Phenylpropanolamin (PPA) verloren. Die US-Tochter müsse 400 000 Dollar Schadenersatz an den Kläger zahlen, sagte ein Bayer-Sprecher am Donnerstag.

dpa-afx FRANKFURT. Die Bayer AG hat in den USA den ersten von mehr als 1 000 Prozessen um mögliche Nebenwirkungen des Wirkstoffs Phenylpropanolamin (PPA) verloren. Die US-Tochter müsse 400 000 Dollar Schadenersatz an den Kläger zahlen, sagte ein Bayer-Sprecher am Donnerstag. Der Wirkstoff, der in einem Erkältungsmittel enthalten war, steht im Verdacht, Schlaganfälle auszulösen.

Insgesamt seien 1 150 Klagen anhängig, davon 700 allein gegen Bayer, sagte der Sprecher. In einer schriftlichen Mitteilung hieß es, der Konzern sei der Auffassung, dass das Urteil in starkem Kontrast zu den Beweisen stehe, "die gezeigt hätten, dass der Wirkstoff PPA sicher und wirksam und nicht für die Schädigung des Klägers verantwortlich war". Der Konzern prüfe nun seine rechtlichen Möglichkeiten.

PPA war ursprünglich in dem von Bayer produzierten Schmerzmittel Alka Seltzer plus enthalten. Auf Anweisung der US-Arzneimittelbehörde FDA ersetzte Bayer die Substanz im Herbst 2000 durch Phenylephrin-Hydrochlorid. Bayer hatte im Halbjahresbericht 2003 mitgeteilt, dass die Kosten aus den PPA-Verfahren bei einem Erfolg der Kläger die von der Versicherung abgedeckte Summe übersteigen könnten.

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