Bayer will Produkt in Joint Venture mit Aventis einbringen
Bayer will Kogenate-Produktion verdoppeln

Bereits im zweiten Quartal 2003 soll die durchschnittliche Quartals-Produktion des Jahres 2000 mit dem bisher höchsten Kogenate-Umsatz erreicht werden, sagte ein Bayer-Sprecher am Dienstag.

Reuters LEVERKUSEN. Bis zum Jahr 2005/2006 plane Bayer die Produktion zu verdoppeln. Zuvor hatte Bayer mitgeteilt, von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine Genehmigung zur Produktionsausweitung erhalten zu haben.

In diesem Jahr erwarte Bayer nach der Behebung von Fertigungsproblemen weiterhin rund 400 Mill. Euro Umsatz mit dem Bluterpräparat, sagte der Sprecher. Dies entspricht rund 80 % der Umsatzzahlen aus dem Jahr 2000. Anfang 2001 war die Kogenate-Produktion stark heruntergefahren worden, nachdem die US-Gesundheitsbehörde bei einer Fabrik-Inspektion im kalifornischen Berkeley Unreinheiten festgestellt hatte.

Die Genehmigung der FDA zur Produktionsausweitung ermögliche Bayer, das gentechnisch hergestellte Präparat in doppelt so großen Produktionsanlagen als bisher herzustellen, erläuterte der Bayer-Sprecher. Gleichzeitig habe die US-Behörde die Untersuchungen zu den aufgetretenen Produktionsproblemen nun offiziell abgeschlossen.

Das Blutgerinnungspräparat Kogenate gehört bei Bayer zu den biologischen Produkten, die der Konzern in ein Joint Venture mit Aventis Behring, der Blutplasma-Tochter des französisch-deutschen Wettbewerbers Aventis einbringen will. Bayer will bei dem im Februar angekündigten Gemeinschaftsunternehmen die Mehrheit und unternehmerische Führung haben. Nach Abschluss eines detaillierten Prüfverfahrens (Due Diligence) werde der Vertragsabschluss nun im vierten Quartal erwartet, sagte der Bayer-Sprecher. Bisher hatten beide Unternehmen eine nicht bindende Absichtserklärung unterschrieben.

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