Bayerische Landesbank stark engagiert
Kirch will über Kredite keine Aussage machen

Die in finanzielle Schwierigkeiten geratene Kirch-Gruppe will zur Höhe und Fälligkeit ihrer laufenden Kredite keine Aussagen machen.

vwd MÜNCHEN. Die Bankbeziehungen seien nie vom Unternehmen kommentiert worden, erklärte Kirch-Sprecher Hartmut Schultz am Montag auf Anfrage. Darüber hinaus nehme die Gruppe zu den ganzen Spekulationen, die es augenblicklich gebe, keine Stellung, sagte der Sprecher. In Zeitungsberichten hatte es geheißen, der US-Medienunternehmer John Malone habe der Kirch-Gruppe eine weitgehende finanzielle Beteiligung angeboten.

Auch der Essener WAZ-Konzern soll den Angaben zufolge ein Übernahmeangebot im Wert bis zu fünf Mrd. Euro unterbreitet haben. Bei dem Essener Verlagshaus war am Montag auf Anfrage wegen einer Gesellschaftersitzung für eine Stellungnahme niemand erreichbar.

Die Kirch-Gruppe war in der vergangenen Woche wegen in Kürze fälliger Kredite und damit im Zusammenhang stehender Übernahmeabsichten des US-Medienunternehmens Malone in die Schlagzeilen geraten. Unter anderem soll die Dresdner Bank einen zum Jahresende fälligen Kredit von rund 460 Mio Euro bis zum 15. Januar verlängert haben. Über die Gesamtverschuldung des Medienkonzerns war bereits in der Vergangenheit immer wieder spekuliert worden. Zur Veröffentlichung der Neun-Monats-Zahlen der Kirch-Media war dessen Verschuldung vom Unternehmen mit 4,4 Mrd. DM beziffert worden.

Der weit verzweigte Konzern könnte laut Medienberichten mit bis zu zwölf Mrd DM verschuldet sein. Nach Angaben des Nachrichtenmagazins der "Spiegel" soll die Bayerische Landesbank mit 4,4 Mrd DM die höchsten Kredite gegeben haben. Bei JP Morgan stehe die Kirch-Gruppe mit 1,5 Mrd DM, bei der Deutschen Bank mit 1,3 Mrd DM und bei der Dresdner Bank und Hypo-Vereinsbank mit jeweils 0,9 Mrd DM in der Kreide. Darüber hinaus soll das Unternehmen bei weiteren, vor allem ausländischen Geldinstituten mit 2,5 Mrd DM verschuldet sein.

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