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Bayern baut Führung aus - Wolfsburg verliert

Mit einem 4:2 (3:0)-Pflichtsieg gegen Aufsteiger FSV Mainz hat der FC Bayern München seine Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga ausgebaut.

dpa HAMBURG. Mit einem 4:2 (3:0)-Pflichtsieg gegen Aufsteiger FSV Mainz hat der FC Bayern München seine Tabellenführung in der Fußball-Bundesliga ausgebaut.

Der deutsche Rekordmeister kam am 15. Spieltag zum zehnten Saisonerfolg und führt mit nunmehr 32 Punkten, während Verfolger VfL Wolfsburg (27) beim dramatischen 2:3 gegen die selbstbewusste Hertha aus Berlin die zweite Heimniederlage hinnehmen musste. Im Abstiegskampf konnte nur der VfL Bochum mit dem 3:1 gegen den 1. FC Nürnberg punkten, während Schlusslicht Hansa Rostock beim bitteren 0:2 gegen Bayer Leverkusen bereits die achte Heimpleite in Serie kassierte. Auch der SC Freiburg (0:3 in Kaiserslautern) kommt im Tabellenkeller immer mehr in die Bredouille.

In den brisanten Sonntagspielen kann sich das Verfolger-Quartett mit Siegen weiter in der Spitzengruppe etablieren: Hannover (24 Punkte) empfängt den VfB Stuttgart (26), Schalke 04 (27) prüft das Überraschungs-Team Arminia Bielefeld (23). Auf Grund der schlechteren Tordifferenz fiel Wolfsburg auf Platz drei hinter den spielfreien Schalkern zurück.

Die Bayern hatten schon lange vor der Pause die Weichen auf Sieg gestellt: Nach 14 Minuten eröffnete Stürmer Claudio Pizarro den Torreigen des Spieltages mit seinem fünften Saisontreffer; Mehmet Scholl ließ die 48 000 Zuschauer im Olympiastadion zum zweiten Mal jubeln (35.), bevor Top-Torjäger Roy Makaay kurz vor dem Pausenpfiff mit dem 3:0 alles klar machte und Michael Ballack (88.) den Schlusspunkt setzte. Die späten Gegentreffer durch Christof Babatz (84.) und Claudius Weber (90.) hatten sich die Mainzer dank einer deutlichen Steigerung in der zweiten Halbzeit aber redlich verdient.

In Wolfsburg wollte die selbstbewusste Hertha unbedingt ihren dritten Auswärtssieg hintereinander einfahren: Nach der Führung durch Marcelinho (16.) und dem zweiten Schlag des Brasilianers kurz nach Wiederanpfiff schien für die Mannschaft von Trainer Falko Götz auch alles nach Plan zu laufen. Als Pablo Thiam (50.) und Thomas Brdaric (68.) mit dem 2:2 das Signal zur Wende gaben, traf der überragende Marcelinho (74.) erneut - das war die Entscheidung.

Langsam aber sicher pirschen sich der Hamburger SV und Titelverteidiger Werder Bremen an die Uefa-Cup-Plätze heran. Die unter Trainer Thomas Doll neu belebten Hamburger siegten bei Borussia Mönchengladbach dank des 50. und 51. Bundesliga-Treffers von Sergej Barbaraz (40./81./Foulelfmeter) und eines mustergültigen Freistoßes von Stefan Beinlich (44.) mit 3:1. Der eingewechselte Joris van Hout (46.) ließ mit dem Anschlusstreffer vergebliche Hoffnungen keimen. HSV-Abwehrspieler Boulahrouz sah wegen einer Unsportlichkeit Gelb-Rot (55.); doch auch mit neun Feldspielern verloren die Gäste - jetzt mit 22 Punkten schon Achter - nie die Übersicht.

Werder setzte sich durch Treffer von Johan Micoud (32.) und Valerien Ismael (55.) mit 2:0 gegen die krisengeschüttelte Borussia aus Dortmund durch, die sich damit den Abstiegsrängen (Platz 13/17 Punkte) gefährlich nähert. Im Abstiegskampf konnte sich der VfL Bochum mit dem 3:1-Heimsieg gegen Nürnberg am besten aus der Affäre ziehen. Vratislav Lokvenc (21./50.) und Raymond Kalla (42.) sorgten für beste Stimmung auf den Rängen, Nürnbergs Marek Mintal machte beim 3:1 (65.) das Tor-Dutzend in dieser Serie voll.

Der 1. FC Kaiserslautern kam durch Tore des Griechen Ioannis Amanatidis (44./77.) und Zandi (87.) zu einem ungefährdeten 3:0- Erfolg gegen den auswärtsschwachen SC Freiburg, der hinter Bochum (14) mit zehn Punkten Vorletzter vor Hansa Rostock (9) bleibt.

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