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Bayern-Boss Beckenbauer fordert «schönen Fußball»DPA-Datum: 2004-07-19 12:51:49

München (dpa) - Präsident Franz Beckenbauer vom FC Bayern München hat Trainer Felix Magath in die Pflicht genommen.

München (dpa) - Präsident Franz Beckenbauer vom FC Bayern München hat Trainer Felix Magath in die Pflicht genommen.

«Wir wollen auch mal wieder schönen Fußball sehen. Ich möchte, dass die Zuschauer wieder zufrieden nach Hause gehen», sagte der Aufsichtsrats- Vorsitzende des deutschen Fußball-Rekordmeisters in einem Interview mit der Münchner «tz». Er forderte für die kommende Saison einen anderen FC Bayern als in den vergangenen zwei Jahren. «Das war doch alles ein Krampf. Mir hat die Spielfreude gefehlt. Das sah alles nur noch nach Pflicht aus», kritisierte Beckenbauer.

Nach den hohen Erwartungen der vergangenen Jahre, als vom besten Kader aller Zeiten geredet worden war, haben die Bayern ihre Ansprüche etwas zurück genommen. Aber natürlich orientiere man sich wieder an Titeln, betonte Beckenbauer und setzt dabei auf insbesondere auf den neuen Trainer: «Wenn der Felix es schafft, unseren Kader zum Laufen zu bringen und der Mannschaft die Spielfreude wieder vermittelt, dann können wir uns berechtigte Hoffnungen machen, auch international wieder erfolgreich zu sein.»

Beckenbauer ist davon überzeugt, dass der Hitzfeld-Nachfolger die Defizite der Vergangenheit abstellen wird. Die Spieler müssten wieder eine bessere Zweikampfschulung erfahren und eine bessere körperliche Voraussetzung mitbringen, meinte der Bayern-Präsident: «Das wird unter Magath der Fall sein.» Dass der ehemalige Stuttgarter Coach die Mannschaft in der Vorbereitung besonders hart rannimmt, begrüßte Beckenbauer: «Felix verlangt nichts Unmenschliches, aber er fordert ein bisschen mehr als seine Kollegen. Das kommt den Spielern zu gute, wenn sie dann bei einem gleichwertigen Gegner plötzlich feststellen, dass sie 90 Minuten Luft haben und ihn niederringen können.»

Erleichtert nahm Beckenbauer zur Kenntnis, dass das wochenlange Wechseltheater um Oliver Kahn und Michael Ballack zu Ende ist. «Die beiden sind Führungsspieler und es wäre schade gewesen, wenn da einer gegangen wäre», sagte der 58-Jährige, «mit Felix Magath wollen wir wieder nach den größeren Sternen greifen. Und da gehören die beiden einfach dazu. Kahn soll seine Laufbahn in München beenden. Wo will er denn mit 35 Jahren noch hin, der alte Sack. Gleiches erhoffe ich mir auch von Ballack. Auch er sollte über 2006 hinaus bei Bayern bleiben.»

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