Bayern im Viertelfinale des DFB-Pokals
Elfmeter entscheiden Pokal-Langweiler

Revanche geglückt trotz dürftiger Leistung: Durch ein 5:4 im Elfmeterschießen gegen den FC Schalke 04 zog der FC Bayern München am Mittwochabend ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein und zerstörte den Traum der "Königsblauen" vom Titel-Hattrick.

HB/dpa MÜNCHEN. Ein Fehlschuss von Ebbe Sand, der mit dem ersten Versuch die Latte traf, bedeutete die Entscheidung vor 20 000 vor Kälte und Langeweile fröstelnden Zuschauern im Olympiastadion, die in 120 Minuten keinen Treffer zu sehen bekamen.

Mit dem verwandelten fünften Elfmeter besiegelte Roque Santa Cruz zugleich die erste Pokal-Niederlage des Cup-Verteidigers seit dem 13. Oktober 1999. Die größten Chancen für die erst in der Schlussphase druckvolleren Bayern vereitelte Schalkes Keeper Frank Rost, als er einen Volleyschuss von "Joker" Giovane Elber (110.) über die Latte lenkte und auch gegen Santa Cruz (113.) glänzend reagierte.

"Wir haben mit Schalke noch eine Rechnung offen", hatte Bayern - Trainer Ottmar Hitzfeld den Gästen in Erinnerung an den letztjährigen Halbfinal-K.o einen heißen Pokal-Fight angekündigt. Doch dann passte sich das Niveau des Spiels der trostlosen Kulisse an, war von der Angriffslust und Dramatik der letzten Begegnungen zwischen den beiden Rivalen nichts zu spüren. Die Bayern, bei denen Torjäger Elber zunächst überraschend nur auf der Bank saß und in der Spitze von Claudio Pizarro vertreten wurde, waren ebenso auf Sicherheit bedacht wie die mit drei Spitzen nominell offensiv aufgestellten "Königsblauen".

Starke Abwehrreihen und großer Respekt voreinander verhinderten fast eine halbe Stunde lang jegliche Torchance. Erst dann stellte Pizarro mit einem Kopfball nach Flanke von Robert Kovac Schalkes Keeper Rost erstmals auf die Probe. 60 Sekunden später war das Spiel für Mehmet Scholl beendet. Der mit einer leichten Beckenprellung ins Spiel gegangene Ex-Nationalspieler spürte wieder Schmerzen und wurde gegen Owen Hargreaves ausgewechselt. In dem gegen Ende der ersten Halbzeit immer unansehnlicher werden Spiel wurde der bis dahin kaum beschäftigte Oliver Kahn durch einen Flachschuss von Ebbe Sand erstmals geprüft.

Nach einer Rempelei zwischen Michael Ballack und Sven Kmetsch (53.), in die auch noch der Uruguayer Dario Rodriguez eingriff, kamen die so lange vermissten Emotionen in das ohne Biss geführte Spiel. Doch vor den beiden Toren spielte sich weiterhin so gut wie nichts ab. Ballack rieb sich in vielen Zweikämpfen auf und fiel als Ideengeber für den Angriff praktisch aus, der zuletzt überzeugende Ze Roberto wurde von Christian Poulsen gut abgeschirmt und fand nur selten den Raum für schnelle Sprints. Erst als Elber 18 Minuten vor dem Ende für Pizarro ins Spiel kam, wurden die Offensiv-Aktionen der Bayern deutlich druckvoller.

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