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Bayern in Leverkusen blamiert - Lauth rettet Toppmöller

Titelfavorit FC Bayern München und sein neuer Trainer Felix Magath haben sich mit der ersten Saisonniederlage in der Fußball-Bundesliga bis auf die Knochen blamiert.

dpa DÜSSELDORF. Titelfavorit FC Bayern München und sein neuer Trainer Felix Magath haben sich mit der ersten Saisonniederlage in der Fußball-Bundesliga bis auf die Knochen blamiert.

Nach der 1:4-Pleite im Duell der Champions-League-Teilnehmer gegen Bayer Leverkusen offenbarte das Starensemble von der Isar ungeahnte Schwächen. "Es gibt Spiele, da ist es besser wenn man nichts sagt", meinte Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge nach der höchsten Ligapleite seit zweieinhalb Jahren. Leverkusen übernahm damit die Tabellenführung von Werder Bremen. Der bisherige Spitzenreiter musste gegen den VfL Wolfsburg eine überraschende 1:2- Heimniederlage hinnehmen. Im zweiten Sonntagspiel kam Borussia Dortmund im Westfalenstadion nicht über ein 1:1 gegen Hannover 96 hinaus.

"So dürfen wir uns nicht vorführen lassen. Das war eine Blamage", schimpfte Bayern-Profi Michael Ballack nach der Lehrstunde in der Bayarena. Die Leverkusener Stürmer Dimitar Berbatow und Franca hatten gegen Kahn und Co groß aufgespielt und jeweils zwei Treffer erzielt. "Das war ein wunderschöner Tag", jubelte Franca, der zur Zeit am laufenden Band trifft. "Das war das Beste, was ich von der Mannschaft gesehen habe", sagte Leverkusens Trainer Klaus Augenthaler nach seinem ersten Erfolg gegen seinen ehemaligen Club. Die Niederlage saß bei den Münchnern so tief, dass die traditionelle Floßfahrt auf der Isar abgesagt und stattdessen trainiert wurde.

Ein triumphales Comeback bei seinem ersten Spiel von Beginn an in dieser Saison feierte Nationalstürmer Kevin Kuranyi, der den VfB Stuttgart mit drei Treffern zum 3:2-Erfolg beim 1. FC Kaiserslautern schoss. "Mein erstes Bundesligator habe ich auch in Kaiserslautern gemacht. Das hat mich beflügelt", sagte Kuranyi, der die Pfälzer nach der dritten Niederlage in tiefe Depression stürzte. "Ich übernehme die Verantwortung. Jetzt können alle schreiben, der Trainer muss weg", sagte der frustrierte FCK-Trainer Kurt Jara.

Ein wenig aus der Schusslinie geraten ist HSV-Trainer Klaus Toppmöller, der Jara an der Alster abgelöst hatte. Ein Treffer von Neuzugang Benjamin Lauth rettete den Hanseaten beim 4:3 über den 1. FC Nürnberg den ersten Saisonsieg. "Das war ein Befreiungsschlag", meinte Toppmöller. Den Nürnbergern half auch der Instinkt des dreimaligen Torschützen Marek Mintal nicht. Mehr Glück hatte Mit-Aufsteiger FSV Mainz 05 beim 1:1 in Berlin gegen Hertha BSC. Das Remis und damit den vierten Punkt im dritten Spiel sicherte Jürgen Kramny mit einem Freistoß, zuvor hatte Fredi Bobic getroffen.

Mehr Frust als Lust produziert zur Zeit der beste Torjäger der vergangenen Saison. Schalkes Ailton sah nach einem Blackout Rot und leitete damit die 0:2-Niederlage gegen Hansa Rostock ein. "Ich war wie ein Amateur und muss mich entschuldigen", stammelte der Torjäger nach der Partie. Hansa jubelte über die beiden Treffer von Antonio di Salvo und den ersten Sieg in der neuen Spielzeit. Schalke bleibt nach dem Einzug in den Uefa-Cup in der Liga hinter den Erwartungen zurück.

Ein Last-Minute-Treffer des Ex-Bielefelders Mamadou Diabang sicherte dem VfL Bochum den 2:1-Erfolg bei Arminia Bielefeld. Zuvor hatte der Ex-Bochumer Delron Buckley für die Arminia getroffen. "Das war Fußball wie aus dem Drehbuch", sagte Bochums Vorstandsmitglied Dieter Meinhold. Zu den Kuriositäten der Partie zählte auch, dass VfL-Profi Thomas Zdebel sein Team mit einem direkt verwandelten Eckball in Führung schoss.

Nicht der zu Wochenbeginn verpflichtete Marek Heinz stand im Mittelpunkt der Partie von Borussia Mönchengladbach beim SC Freiburg, sondern der im Sommer gekommene Neuzugang Oliver Neuville, der seinem Team mit seinem ersten Treffer den Punktgewinn bescherte. Der schnelle Stürmer traf nach einem Fehler von SC-Keeper Richard Golz aus spitzem Winkel. "Ich hatte Glück, so einer geht nicht oft rein", meinte Neuville. Rode Antar traf zuvor zum 1:0 für Freiburg.

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