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Bayern legt "Weißwurst-Index" auf

Europa wächst zusammen. Spätestens, seit jetzt die ersten Euro-Münzen in den Taschen der Europäer klimpern, sollte das auch dem letzten Euro-Bürger zwischen Nordkap und Sizilien klar geworden sein. Nur in Bayern gehen die Uhren anders. Entgegen dem Trend zum paneuropäischen Denken zeigt sich die süddeutsche Finanzindustrie heimatnah. Die Bayerische Landesbank (BayernLB) legt heute einen Aktienindex auf, der nur weiß-blaue Firmen enthält. Natürlich geht es dabei nicht um Trachten- und Weißbierkonzerne.

Dem "BayX30" gehören so renommierte Häuser wie Siemens, BMW oder Infineon an - weltbekannte bayerische Markenzeichen eben. Die Mühe macht sich die BayernLB nicht nur aus Heimatliebe, sondern auch um Geld zu verdienen: Die Bank legt zugleich ein Index-Zertifikat auf, mit dem lokalpratiotische Anleger fleißig handeln sollen. Schon vor dem Start zeichnet sich indes die erste Änderung des Weißwurst-Barometers ab: Der Nürnberger Online-Broker Consors soll an eine große Bank verkauft werden - womöglich mit Sitz außerhalb des Freistaats. Dann müsste Consors seinen Index-Platz räumen.

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